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Wohllebens Rat: Warum Natur sich selbst überlassen?

Peter Wohlleben warnt: Deutschlands Wälder steuern auf die nächste Krise zu – und ausgerechnet weniger Nadelbäume sollen helfen.

18.08.2026, 04:05 Uhr

Peter Wohlleben, Förster und Autor des Bestsellers Das geheime Leben der Bäume, warnt vor der steigenden Waldbrandgefahr durch Monokulturen in deutschen Wäldern. In der Augsburger Allgemeinen forderte er schnelle Änderungen in der Forstwirtschaft. Nach seiner Einschätzung schaffen vor allem Nadelholzplantagen die Grundlage für künftige Brände. Zugleich kritisierte er, dass selbst staatliche Forstbetriebe weiterhin auf nicht heimische Nadelbaumarten setzen.

Wohlleben verwies darauf, dass Fichten und Kiefern unter den Folgen des Klimawandels zunehmend leiden und deshalb häufig Douglasien als Ersatz gepflanzt werden. Dies halte er jedoch ebenfalls für problematisch. Unter Douglasien und anderen Nadelbäumen entstehe deutlich weniger neues Grundwasser, sagte er.

Mehr natürliche Entwicklung im Wald zulassen

Stattdessen plädiert Wohlleben dafür, Laubwälder sich wieder stärker auf natürliche Weise entwickeln zu lassen, wie es etwa in geschützten Gebieten wie dem Nationalpark Bayerischer Wald zu beobachten sei. Dort habe sich der Wald besser erholt als viele erwartet hätten. Seiner Ansicht nach wäre es am sinnvollsten, der Natur mehr Raum zu geben.

Dafür müssten sowohl die Forstwirtschaft als auch die Bevölkerung akzeptieren, dass ein Wald nicht immer aufgeräumt aussehen müsse. Umgestürzte Bäume könnten etwa als natürliche Barrieren für Rehe dienen. So hätten junge Laubbäume bessere Chancen zu wachsen, ohne gleich verbissen zu werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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