Präsident des Landesfischereiverbands Bayern tritt zurück
Axel Bartelt hat sein Amt als Präsident des Landesfischereiverbands Bayern mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ein Sprecher des Verbands bestätigte den Schritt. Damit kam Bartelt einer möglichen Abwahl zuvor, die von den Präsidenten der sieben Bezirksverbände für eine außerordentliche Versammlung am Samstag beantragt worden war. Zunächst hatte die Mediengruppe „Münchner Merkur/tz“ darüber berichtet. Bartelt erklärte dem Blatt, dies sei „der letzte Dienst“, den er dem Verband noch erweisen könne.
Nach Angaben des Verbands wurde der Rücktritt vom Präsidium und von den Delegierten der Bezirksverbände einstimmig begrüßt. Übergangsweise übernehmen nun die beiden Vizepräsidenten Willi Ruff und Alfred Stier die Leitung. Bis zur Wahl einer neuen Präsidentin oder eines neuen Präsidenten auf der Mitgliederversammlung im Jahr 2027 sollen sie eine umfassende Neuordnung der Verbandsgremien einleiten.
Konflikte über die Führung des Verbands
Dem Rückzug war ein längerer Streit über Bartelts Amtsführung vorausgegangen. In einem Schreiben der Bezirksverbände aus dem Juni, das der dpa vorliegt, begründeten deren Präsidenten ihren Vorstoß unter anderem damit, dass eine sachliche und konstruktive Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei. Zudem warfen sie Bartelt einen autokratischen Führungsstil sowie mangelnde Entschlusskraft vor.
Mit der geplanten Neuorganisation will der Verband nach eigenen Angaben Entscheidungsprozesse beschleunigen und sich mit einer moderneren Struktur besser auf die hohe Mitgliederzahl und die gewachsenen Aufgaben einstellen.
Bartelt hatte das Präsidentenamt des Verbands mit rund 142.000 Mitgliedern erst im Jahr 2023 übernommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber