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Vermisste Elfjährige: Schockfund im Silo

Leiche nach Vermisstenfall in Südfrankreich entdeckt – jetzt erschüttert ein brisanter Justiz-Skandal das Land.

04.06.2026, 20:40 Uhr

Kinderleiche in Südfrankreich entdeckt – Identität soll Obduktion klären

Nach tagelanger Sorge um ein vermisstes elfjähriges Mädchen aus Frankreich ist in einem Getreidesilo nahe Toulouse die Leiche eines Kindes gefunden worden. Nach Angaben von Staatsanwalt Olivier Naboulet trug das tote Kind Kleidung, die der des verschwundenen Mädchens ähnelt. Eine Obduktion soll nun die Identität sowie die genaue Todesursache feststellen.

Das Mädchen war seit dem vergangenen Freitagnachmittag verschwunden. Nach Schulschluss hatte es sich in der kleinen Gemeinde Fleurance in Südfrankreich nicht mehr gemeldet. Im Zuge der Ermittlungen wurde später ein 41 Jahre alter Mann festgenommen. Auf Bildern von Überwachungskameras war zu sehen, dass das Kind am Nachmittag in seinem Auto mitfuhr. Der Mann erklärte, er habe das Mädchen auf dessen Wunsch am Schwimmbad aussteigen lassen, geriet mit dieser Darstellung jedoch in Widersprüche.

Bereits zuvor Vorwürfe gegen den Festgenommenen

Wie inzwischen bekannt wurde, lagen gegen den Verdächtigen bereits mehrere Hinweise und Anzeigen vor, unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung Minderjähriger. Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin bezeichnete den Umgang der Behörden mit diesen Hinweisen als „völlig inakzeptabel“. Er sprach von einem erschütternden Versagen, das organisatorische Mängel offenlege und darauf hindeute, dass Aussagen von Kindern nicht ernst genug genommen worden seien.

Der Fall sorgt in Frankreich auch wegen möglicher Fehler der Justiz für große Bestürzung. Nach einem Bericht des Senders BFMTV will Premierminister Sébastien Lecornu für Freitag eine Krisensitzung mit dem Justiz- und dem Innenminister einberufen.

Leiche bei Suche nach vermisstem Mädchen gefunden
Mit einem Großaufgebot hatten die Polizei sowie Freiwillige nach dem vermissten Kind gesucht. Quelle: Ed Jones/AFP/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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