Nach dem tödlichen Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel haben die Ermittler die unmittelbare Todesursache festgestellt. Wie die Staatsanwaltschaft Limburg und die Polizei mitteilten, ergaben die am Dienstag durchgeführten Obduktionen, dass die Männer in erster Linie an einer Vergiftung durch Schwefelwasserstoff starben.
Die Untersuchungen sind damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Behörden wurde zusätzlich ein forensisch-toxikologisches Gutachten veranlasst. Auch zur genauen Ursache und zum Ablauf des Arbeitsunfalls wird weiter ermittelt. Zunächst waren die Einsatzkräfte davon ausgegangen, dass Kohlenmonoxid für den Tod der Betroffenen verantwortlich gewesen sein könnte.
Vier Menschen kamen ums Leben
Nach dem Unglück am vergangenen Donnerstag (16. April) hatten Rettungskräfte insgesamt fünf Männer aus einer Grube auf dem Werksgelände der Lederfabrik geborgen. Drei Beschäftigte im Alter von 38, 58 und 59 Jahren konnten nur noch tot geborgen werden. Zwei weitere Männer kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus.
Einer der beiden Überlebenden, ein 35 Jahre alter Mitarbeiter des Unternehmens, erlag dort am Mittwoch seinen schweren Verletzungen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion