Allgemein

Tragödie in Louisiana: Acht Kinder bei Schüssen getötet

Ein gravierender Fall von häuslicher Gewalt schockt den US-Bundesstaat Louisiana: acht Kinder werden getötet, sieben davon Kinder des Tatverdächtigen. Die Gemeinde bangt um das Leben der Verletzten.

20.04.2026, 02:34 Uhr

Die Ermittlungen nach der Bluttat im US-Bundesstaat Louisiana laufen weiter, ein klares Motiv ist bislang nicht bekannt. Nach ersten Angaben der Polizei waren die getöteten Kinder zwischen 1 und 14 Jahre alt. Sieben von ihnen sollen Kinder des 31 Jahre alten Verdächtigen gewesen sein. Der Mann kam später auf der Flucht ums Leben. Bei dem Vorfall in Shreveport wurden außerdem drei weitere Menschen verletzt, darunter zwei Frauen lebensgefährlich.

Nach Angaben von Polizeisprecher Chris Bordelon begann die Gewalt am Sonntagmorgen Ortszeit mit einem Streit im häuslichen Umfeld. Dabei soll der Mann zunächst auf seine Partnerin geschossen haben. Danach fuhr er zu einem zweiten Haus, wo er das Feuer auf acht Kinder und eine Frau eröffnete. Eines der getöteten Kinder wurde auf dem Dach des Hauses gefunden – möglicherweise bei dem Versuch, sich in Sicherheit zu bringen.

Die beiden Frauen sowie ein weiterer Jugendlicher überlebten verletzt. Shreveports Bürgermeister Tom Arceneaux erklärte, die beiden Frauen schwebten in sehr kritischem Zustand.

"Was unsere Einsatzkräfte heute Morgen gesehen haben, sollte niemand jemals erleben müssen", sagte Bordelon.

Er sprach von einem der dunkelsten Tage in der Geschichte der Gemeinde.

Tödlichster Schusswaffenvorfall seit mehr als zwei Jahren

Laut Polizei entwendete der Verdächtige nach der Tat ein Fahrzeug und floh. Es kam zu einer Verfolgungsjagd und anschließend zu einem Schusswechsel, bei dem der 31-Jährige tödlich getroffen wurde.

Nach Informationen von CNN handelt es sich um den Schusswaffenvorfall mit den meisten Todesopfern in den USA seit über zwei Jahren. Zuletzt hatte im Januar 2024 nahe Chicago ein Fall mit acht Todesopfern durch Schüsse landesweit für Entsetzen gesorgt. Der mutmaßliche Täter tötete sich damals später selbst.

Polizeichef kündigt weitere Informationen an

Shreveports Polizeichef Wayne Smith kündigte an, schon bald weitere und belastbarere Details zu veröffentlichen. In seinen 46 Dienstjahren habe er nach eigenen Worten noch nie eine Tragödie dieses Ausmaßes erlebt.

Auch Bürgermeister Arceneaux zeigte sich erschüttert. Die Tat sei womöglich die schlimmste Tragödie, die Shreveport je erlebt habe. Die Stadt befinde sich in Trauer.

Shreveport liegt im Nordwesten von Louisiana, unweit der Grenze zu Texas, und ist mit rund 180.000 Einwohnern nach New Orleans und Baton Rouge die drittgrößte Stadt des Bundesstaates.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen