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Schock um Pogacar: Grüße aus dem Krankenhaus

Nach Horror-Sturz meldet sich Pogacar aus dem Krankenbett – mit einem Detail, das Fans schockiert. Ist seine Saison schon vorbei?

30.08.2026, 10:39 Uhr

Einen Tag nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta hat sich Rad-Star Tadej Pogacar aus dem Krankenhaus in Barcelona bei seinen Fans gemeldet. Auf Instagram veröffentlichte der Tour-de-France-Sieger ein Foto aus dem Krankenbett, musikalisch begleitet vom Bee-Gees-Klassiker „Stayin’ Alive“. Trotz seiner Verletzungen scheint der Slowene seinen Humor also nicht verloren zu haben. Auf dem Bild trägt er eine Halskrause, zudem sind Verletzungen am Kopf, an der Schulter und an der Hand versorgt worden.

Pogacar war am Samstag auf der achten Etappe der Spanien-Rundfahrt auf der Landstraße CV 675 nahe Valencia heftig gestürzt. Nach eingehenden Untersuchungen stand die Diagnose fest: ein verschobener Bruch des linken Schlüsselbeins, ein stabiler Bruch des siebten Halswirbels, dazu eine Gehirnerschütterung und zahlreiche Schürfwunden.

Operation am Schlüsselbein notwendig

Noch am Abend wurde Pogacar laut Medienberichten per Krankenwagen nach Barcelona gebracht. Dort soll er auch operiert werden. Teamarzt Adrian Rotunno erklärte, dass ein Eingriff am Schlüsselbein nötig sei. Wegen der Vorsichtsmaßnahmen infolge der Gehirnerschütterung werde die Operation aber zunächst verschoben.

Damit dürfte Pogacars Saison vorzeitig beendet sein. Bei einem Schlüsselbeinbruch ist in der Regel mit einer Pause von etwa sechs Wochen zu rechnen. Seinen Titel beim Straßenrennen der Weltmeisterschaft in Montreal am 27. September wird er damit voraussichtlich nicht verteidigen können. Auch die eine Woche später stattfindende EM in seiner slowenischen Heimat dürfte für ihn ausfallen. Der letzte große Saisonhöhepunkt wäre am 10. Oktober die Lombardei-Rundfahrt, die Pogacar zuletzt fünfmal in Serie gewann.

Crash beendet Erfolgsserie abrupt

Besonders bitter: Pogacar war bei der Vuelta auf dem besten Weg zu seinem ersten Gesamtsieg. Nach drei Etappenerfolgen hatte er vor der achten Etappe in der Gesamtwertung bereits 3:50 Minuten Vorsprung auf den Spanier Enric Mas. Die Spanien-Rundfahrt ist die einzige Grand Tour, die ihm in seiner Siegerliste noch fehlt.

Nach Pogacars Aus rückte Mas an die Spitze der Gesamtwertung, wollte das Rote Trikot aber nicht anziehen. Der Spanier sprach von einem traurigen Tag und wünschte Pogacar eine schnelle Genesung. Auch Primoz Roglic darf sich nun wieder Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen.

So kam es zum Sturz

Der Unfall ereignete sich 32,8 Kilometer vor dem Ziel. Pogacar fuhr auf der linken Straßenseite hinter Teamkollegen, machte dann einen kleinen Schlenker und stürzte kopfüber. Offenbar griff er in diesem Moment gerade zu seiner Trinkflasche und überfuhr dabei einen Gegenstand auf der Straße – möglicherweise einen Stein oder ein kleines schwarzes Teil.

Sportdirektor Matxin Fernandez betonte anschließend, niemand trage die Schuld. Pogacar habe zunächst noch weiterfahren wollen, dann aber starke Schmerzen gespürt. Als klar war, dass er nicht mehr aufs Rad steigen konnte, wurde er direkt in den Krankenwagen gebracht.

Für Pogacar ist der Aus besonders einschneidend, weil schwere Stürze in seiner Karriere bislang eher selten waren. Umso härter endet nun eine bis dahin äußerst erfolgreiche Saison abrupt auf spanischem Asphalt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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