Im tansanischen Schutzgebiet Ngorongoro, das besonders bei Safari-Touristen beliebt ist, sind nach Angaben der Behörden zehn Löwen tot entdeckt worden. Erste Untersuchungen deuten laut der Naturschutzbehörde NCAA darauf hin, dass die Tiere im Parkgebiet Ndutu vergiftet wurden. Die Behörde erklärte, dass nun umfassend ermittelt und nach den Verantwortlichen gesucht werde.
In Tansania und anderen afrikanischen Staaten kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Menschen und Wildtieren, vor allem in Regionen nahe von Schutzgebieten. Reißen Löwen Nutztiere von Bauern, folgen mitunter Vergeltungsmaßnahmen. Auch Elefanten sorgen häufig für Konflikte, wenn sie Felder verwüsten und Ernten in kurzer Zeit zerstören. Zusätzlichen Druck erzeugen der Verlust natürlicher Lebensräume sowie der Wettbewerb um Wasser und Weideflächen.
Das Schutzgebiet Ngorongoro zählt zum Unesco-Welterbe. Zugleich lebt dort die Volksgruppe der Massai, die in der Region traditionell mit ihren Viehherden zuhause ist.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber