Mehrere Tote nach Teileinsturz einer Straßenüberführung in Seoul
Beim Einsturz eines Abschnitts einer Straßenüberführung im Zentrum der südkoreanischen Hauptstadt Seoul sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Yonhap wurden außerdem drei weitere Personen durch herabstürzende Trümmer verletzt.
Betroffen war ein Teil der Fahrbahnplatte einer Überführung in der Nähe des Rathauses von Seoul. Die Behörden sperrten das Gebiet am Dienstagnachmittag großräumig ab. Auch der U-Bahn- und Zugverkehr in der Umgebung war zeitweise beeinträchtigt.
Der Unfall ereignete sich während laufender Abrissarbeiten an dem Bauwerk. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren die Arbeiten bereits am Dienstagmorgen wegen Sicherheitsbedenken unterbrochen worden. Nur wenige Minuten nach Beginn einer Sicherheitsüberprüfung gegen 14 Uhr Ortszeit stürzte die Betonplatte ein.
Polizei untersucht Ursache des Unglücks
Präsident Lee Jae Myung ordnete laut Yonhap eine umfassende Untersuchung an. Zugleich forderte er die zuständigen Stellen auf, Konzepte zu entwickeln, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Die Polizei in Seoul hat bereits Ermittlungen aufgenommen.
Aus Respekt vor den Opfern setzten die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Seoul ihren laufenden Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 3. Juni vorerst aus.
Die Bauarbeiten an der Seosomun-Hochstraße nahe dem Rathaus hatten bereits im vergangenen August begonnen und sollten in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Das Bauwerk war schon in den vergangenen Jahren wegen Sicherheitsmängeln in die Kritik geraten. Bereits 2019 waren dort Betonstücke auf die darunterliegende Straße gefallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion