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Schock in Blindenheimen: Soll ein Pfleger Bewohner misshandelt haben?

Misshandlungen mit Stofftieren, ein gebrochener Knochen, weitere Verletzungen: Im Prozess gegen einen Ex-Pfleger kommen verstörende Details aus einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung ans Licht.

23.04.2026, 12:40 Uhr

Prozess gegen ehemaligen Pfleger wegen mutmaßlicher Gewalt in Oberpfälzer Blindeneinrichtung begonnen

Vor dem Landgericht Regensburg muss sich ein früherer Mitarbeiter einer Blindeneinrichtung in der Oberpfalz verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Menschen mit schweren Behinderungen mehrfach misshandelt zu haben. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wies der Angeklagte die Vorwürfe zum Auftakt des Verfahrens zurück.

Der 51-Jährige war zwischen 2016 und 2022 in der Einrichtung beschäftigt. Dort kümmerte er sich um Bewohner, die neben ihrer Sehbehinderung weitere erhebliche Einschränkungen haben. Laut Staatsanwaltschaft können die Betroffenen nicht sprechen. Die mutmaßlichen Übergriffe sollen sich jeweils während seiner Nachtschichten ereignet haben.

Kind und mehrere Erwachsene unter den mutmaßlichen Opfern

Die Anklage listet mehrere schwere Vorfälle auf. So soll der Beschuldigte in einem Fall gegen den Hals eines neunjährigen Jungen mit geistiger Behinderung Gewalt angewendet haben. Einem 25-jährigen Bewohner soll er den Oberarm gebrochen haben.

In zwei weiteren Fällen soll der frühere Pfleger einem 23-Jährigen Stofftiere in den Mund gedrückt haben, um dessen Schreien beim Wickeln zu unterbinden. Zudem soll eine 30 Jahre alte Frau durch Gewalteinwirkung Verletzungen unter anderem im Gesicht davongetragen haben.

Dem Mann werden Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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