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Polizei warnt Senioren – führt dieser Flyer zum Mörder?

53 Jahre nach Marions Mord gibt es DNA vom Täter – jetzt setzt die Polizei auf eine ungewöhnliche Aktion. Kommt der Durchbruch?

01.07.2026, 11:37 Uhr

Polizei wirbt mit Plakat und Flyern um neue Hinweise im Fall Marion Baier

Mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Tod der zwölfjährigen Marion Baier startet die Polizei in Mittelfranken einen neuen Zeugenaufruf. In Oberasbach im Landkreis Fürth wurde am Tatort ein großes Banner angebracht, um erneut auf das Verbrechen aufmerksam zu machen. Zusätzlich sollen Flyer in Senioreneinrichtungen und Wohnanlagen verteilt werden.

Marion Baier war in der Nacht auf den 2. Juli 1973 getötet worden. Zuvor hatte das Mädchen ein Fest im benachbarten Zirndorf besucht. Nach Angaben von Polizeisprecher Michael Petzold setzen die Ermittler besonders auf Menschen, die damals etwas beobachtet haben könnten und sich nun doch noch melden. Deshalb richtet sich die Aktion vor allem an ältere Bürgerinnen und Bürger.

Verbindung zu weiterem Tötungsdelikt

Vor einigen Monaten gelang den Ermittlern in dem lange ungelösten Fall ein wichtiger Fortschritt. An der Kleidung des Opfers wurden DNA-Spuren entdeckt, die zu einem ähnlichen Verbrechen im Allgäu passen: dem Mord an der 13-jährigen Sonja Hurler, die 1981 in Kempten getötet wurde.

Da es neben der DNA-Übereinstimmung weitere Gemeinsamkeiten zwischen beiden Fällen gibt, geht die Kriminalpolizei derzeit davon aus, dass derselbe Täter verantwortlich sein könnte. Einen konkreten Verdächtigen gibt es bislang jedoch nicht. Die Ermittler betonen, dass sie die Aufklärung des Falls weiterhin mit Nachdruck verfolgen und nicht aufgeben wollen. Der 53. Jahrestag von Marion Baiers gewaltsamem Tod war nun Anlass für die ungewöhnliche öffentliche Suchaktion.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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