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Mordfall Sabine: Verurteilter kämpft weiter

32 Jahre nach dem Mord an einer 13-Jährigen fällt ein Urteil – doch in dem brisanten Fall ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

30.10.2026, 12:07 Uhr

Revision nach Urteil im Fall Sabine eingelegt

Im Mordfall der 13-jährigen Sabine wird sich nun erneut der Bundesgerichtshof befassen. Nach dem jüngsten Urteil des Landgerichts Würzburg hat der Verurteilte Revision eingelegt. Der heute 49-Jährige war zu Beginn der Woche zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Bereits zuvor hatte es in dem seit mehr als 32 Jahren zurückliegenden Fall ein Urteil gegeben. 2024 hatte eine andere Kammer desselben Gerichts den Mann schon zu sechseinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Gegen diese Entscheidung war er jedoch erfolgreich vorgegangen, sodass der Fall neu verhandelt werden musste. Die Verteidigung forderte diesmal einen Freispruch, da sie eine Beteiligung ihres Mandanten an der Tat nicht als erwiesen ansah. Staatsanwaltschaft und Nebenklage werteten das Geschehen dagegen als Mord durch den Angeklagten, der damals 17 Jahre alt war.

Opfer in einer Scheune getötet

Nach Darstellung der Anklage wurde das Mädchen auf den Heuboden einer Scheune auf dem Reiterhof in Karlstadt-Wiesenfeld im Landkreis Main-Spessart gelockt. Dort soll die Schülerin am 15. Dezember 1993 nach minutenlangem Würgen und sexuellem Missbrauch getötet worden sein. Zwei Tage später wurde ihre Leiche in einer Güllegrube des Reiterhofs entdeckt.

Wie der Ankläger in einem ersten Prozess erklärte, der nur für Journalisten zugänglich war, wurden am Tatort sowie an der Kleidung des Opfers DNA-Spuren des Angeklagten gefunden. Dazu zählten Spuren an der Innenseite der Jeans, am Slip und an einer Slipeinlage, darunter auch Sperma. Zunächst war allerdings ein anderer Jugendlicher ins Visier der Ermittler geraten und später angeklagt worden. Das Verfahren gegen ihn endete mit einem Freispruch.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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