Schwerer Kletterunfall im Wilden Kaiser
Im Tiroler Wilden Kaiser ist ein deutscher Kletterer durch einen herabfallenden, etwa oberkörpergroßen Felsbrocken schwer verletzt worden. Sein ebenfalls aus Deutschland stammender Seilpartner erlitt leichtere Verletzungen. Beide Männer im Alter von 45 und 25 Jahren wurden per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Woher die beiden genau stammen, war laut Tiroler Landespolizeidirektion zunächst unklar.
Stein traf Seilschaft an einem Standplatz
Nach Angaben eines Polizeisprechers war am Freitag ein 43-jähriger Bergsportler aus Bayreuth am Predigtstuhl in einer Mehrseillängentour unterwegs. Demnach verließ er die eigentliche Route kurzzeitig, um ein vom Vortag hängen gebliebenes Seil zu lösen. Als er anschließend wieder in die Tour einsteigen wollte, löste sich der Felsblock.
Der Stein stürzte auf eine andere Seilschaft, die sich rund 10 bis 15 Meter tiefer an einem Standplatz befand. Die beiden verletzten Kletterer wurden von Rettungskräften aus der Wand geborgen. Auch die beiden unverletzt gebliebenen Alpinisten wurden mit einem Hubschrauber zu einer nahegelegenen Hütte geflogen. Über den Vorfall hatte zunächst „Rosenheim24.de“ berichtet.
Anspruchsvolle Route für sehr starke Kletterer
Die Route „Wo der Hase läuft“ gilt als anspruchsvolle, ganztägige Sportklettertour für exzellente Kletterer. In einem Kletterführer wird sie als sehr gute alpine Sportkletterroute beschrieben, deren Absicherung fordernd ist und deren Fels überwiegend gut, stellenweise jedoch nicht vollständig fest sein soll.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber