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Igel-Alarm! Jetzt beginnt ihre wilde Paarungszeit

Diese simple Mai-Regel kann Igel retten: Rasenmäher aus, Mähroboter nur tagsüber – und selbst ohne Garten kannst du helfen.

06.05.2026, 11:29 Uhr

Im Mai startet bei Igeln die Paarungszeit. Dann ziehen vor allem die Männchen in der Dämmerung und nachts durch Gärten auf Partnersuche. Naturschutzorganisationen rufen deshalb erneut dazu auf, Sichtungen der Tiere zwischen 15. und 25. Mai online zu melden. So sollen mehr Erkenntnisse über Verhalten und Verbreitung gewonnen werden. Auch Gartenbesitzer können selbst etwas zum Schutz der stacheligen Besucher beitragen.

Angelika Nelson vom bayerischen Naturschutzverband LBV betonte, dass bereits eine einfache Online-Meldung nach einem Fund im Garten oder am Straßenrand eine wertvolle Hilfe für den Artenschutz sei. Die Mitmachaktion wurde 2023 gemeinsam mit dem NABU, der Deutschen Wildtierstiftung und weiteren Partnern gestartet.

Auch Totfunde sind wichtig

Gemeldet werden sollen sowohl lebende als auch tote Igel – möglichst mit Datum und genauer Ortsangabe. Nach Angaben des LBV können in den Erfassungszeiträumen im Mai und September außerdem auch Maulwürfe eingetragen werden. Die gesammelten Informationen werden anschließend wissenschaftlich ausgewertet.

Der Igel gilt mittlerweile als potenziell gefährdet. Gründe dafür sind unter anderem der Straßenverkehr und ein schwindendes Nahrungsangebot. Wer den Tieren helfen möchte, sollte im Mai möglichst auf das Rasenmähen verzichten. Ungemähte Bereiche fördern Wildblumen, Kräuter und zahlreiche Insekten – und schaffen damit bessere Lebensbedingungen für Igel, aber auch für Vögel und Fledermäuse. Von Mährobotern am Abend oder in der Nacht raten Naturschützer dringend ab, da sie für Igel zur tödlichen Gefahr werden können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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