Eine 91 Jahre alte Münchnerin, die ihre beste Freundin bei einem Streit mit einem Kochtopf tödlich verletzt hatte, ist noch vor der Rechtskraft ihrer mehrjährigen Freiheitsstrafe aus der Haft entlassen worden. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wurde der Haftbefehl wegen Haftunfähigkeit aufgehoben.
Die Entlassung erfolgte kurz bevor der Bundesgerichtshof die Revision der Frau als unbegründet zurückwies. Damit ist das Urteil nun rechtskräftig.
Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet. Dem Bericht zufolge soll die Seniorin in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden sein. Eine offizielle Bestätigung dafür lag zunächst jedoch nicht vor.
Wie die nun rechtskräftige Entscheidung vollstreckt wird, liegt den Angaben zufolge bei der Staatsanwaltschaft. Das Landgericht München I hatte die Frau im Juli des vergangenen Jahres wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte die Frau im Jahr davor ihre 77-jährige engste Freundin bei einem Streit über das Wegräumen von Einkäufen unter anderem mit einem Kochtopf attackiert und tödlich verletzt. Schon während des Prozesses hatte die Verteidigung den Umgang mit der Angeklagten bei einer ersten nächtlichen Vernehmung kritisiert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion