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Drama auf der «Malizia Explorer»: Mitsegler verunglückt – was bisher bekannt ist

Tragödie auf der «Malizia Explorer»: Vor der brasilianischen Küste kommt ein Crewmitglied im Wasser ums Leben – das Team um Boris Herrmann ist erschüttert. Was genau passiert ist, gibt Rätsel auf.

24.04.2026, 10:55 Uhr

Ein Crewmitglied des Forschungsschiffs „Malizia Explorer“ aus dem Team des Solo-Seglers Boris Herrmann ist vor der brasilianischen Küste ums Leben gekommen. Wie Team Malizia am Donnerstag mitteilte, bestätige man gemeinsam mit der Familie den Tod des 32-jährigen Deutschen mit großer Trauer. Der Unfall ereignete sich demnach am Mittwoch nahe der Inselgruppe Fernando de Noronha vor Brasilien.

Das rund 26 Meter lange Forschungsschiff war 2025 zusätzlich zu den Regattabooten des Teams angeschafft worden, um wissenschaftliche Expeditionen durchzuführen. Im Januar hatte unter anderem die Klimaaktivistin Luisa Neubauer an einer vierwöchigen Antarktisreise an Bord teilgenommen.

Team und Boris Herrmann stehen der Familie bei

Boris Herrmann hielt sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Teamstandort im französischen Lorient auf. Nach Angaben des Teams stehen sowohl Herrmann als auch die Mannschaft in engem Austausch mit den Angehörigen und wollen sie in dieser schweren Zeit umfassend unterstützen.

Zugleich arbeitet Team Malizia mit brasilianischen und deutschen Behörden zusammen. Auch die übrigen Menschen an Bord, die von dem Vorfall betroffen sind, erhalten demnach Unterstützung.

Die „Malizia Explorer“ war am Mittwoch aus Rio de Janeiro angekommen und hatte in der Bucht Praia do Porto im Nordosten der Hauptinsel geankert. Dort war im Rahmen eines Forschungsprojekts ein geplanter Zwischenhalt vor der bevorstehenden Atlantiküberquerung vorgesehen.

Möglicherweise Bewusstlosigkeit unter Wasser

In seiner Mitteilung verweist das Team auf Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde. Demnach soll der 32-Jährige unter Wasser plötzlich das Bewusstsein verloren haben. Crewmitglieder in der Nähe hätten sofort reagiert, den Notruf abgesetzt und Erste Hilfe geleistet.

Auch die lokalen Rettungskräfte seien rasch vor Ort gewesen, hätten die Wiederbelebung fortgesetzt und den Mann in ein Krankenhaus gebracht. Dort sei er trotz aller Bemühungen gestorben. Die genauen Umstände des Unglücks sollen nun durch laufende Ermittlungen geklärt werden.

Erst als Reisender unterwegs, später Teil der Crew

Nach Angaben von Team Malizia war der Verunglückte zuvor mehrere Monate als Rucksackreisender auf dem Landweg und auf dem Wasser unterwegs. Im Dezember 2025 traf er in Ushuaia im Süden Argentiniens auf die Crew der „Malizia Explorer“.

Das Team erklärte, seine Begeisterung, seine Freundlichkeit und seine große Leidenschaft für das Segeln und das Meer hätten großen Eindruck hinterlassen. Deshalb habe sich die Crew gefreut, ihn im März 2026 für die Atlantikpassage an Bord willkommen zu heißen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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