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DDR-Insel «Ostervilm» für nur 60.000 Euro weg

Kuriose Ostsee-Insel für nur 60.000 Euro verkauft: Was die neuen Besitzer mit der maroden «Ostervilm» vor Rügen vorhaben.

04.06.2026, 15:40 Uhr

Die baufällige Ostsee-Plattform „Ostervilm“ gilt als eine der ungewöhnlichsten Immobilien in Deutschland. Die frühere Entmagnetisierungsstation der DDR südöstlich von Rügen ist nun bei einer Auktion in Hamburg verkauft worden. Nach 20 Geboten lag der Zuschlag bei 60.000 Euro; das Startgebot hatte 39.000 Euro betragen. Käufer ist das österreichische Unternehmen McCube, das auf modulare Fertighäuser spezialisiert ist.

Pläne für Kultur, Feiern und Veranstaltungen

McCube-Geschäftsführer Oliver Pesendorfer kann sich vorstellen, die künstliche Insel im Greifswalder Bodden zwischen der Halbinsel Reddevitz und der Insel Vilm künftig als Kultur- und Veranstaltungsort zu nutzen. Denkbar seien auch Hochzeiten auf der rund 250 Quadratmeter großen Plattform. Die Anlage war ursprünglich in den 1950er Jahren für die Nationale Volksarmee (NVA) errichtet worden.

Großes Interesse vor der Versteigerung

Obwohl sich das Bauwerk in schlechtem Zustand befindet, hatte es vor der Auktion viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das führte laut der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG zu zahlreichen Anfragen. Vorstandsmitglied Kai Rocholl berichtete von täglichen Telefonaten mit Interessenten aus ganz Deutschland; es habe Dutzende, womöglich sogar mehrere Hundert Neugierige gegeben.

Zusammenschluss kurz vor der Auktion

Ursprünglich wollte Pesendorfer die Plattform allein erwerben. Nach seinen Angaben lernte er jedoch kurz vor Beginn der Versteigerung einen weiteren Bieter kennen. Beide entschieden sich spontan, gemeinsam auf „Ostervilm“ zu bieten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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