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Baustellen-Drama: Laster kippt um – Schutt auf Straße

Mit einem Baustellenfahrzeug kracht ein Mann in einen Schutthaufen und durchbricht die Leitplanke. Doch bei der Unfallaufnahme stößt die Polizei auf einen Zufallsfund, der alles noch brisanter macht.

25.04.2026, 08:55 Uhr

Ein mutmaßlich zu hohes Tempo in einer Baustelle auf der A99 bei München hat am Freitag zu einem schweren Unfall mit einem Kipplaster geführt. Nach Angaben der Polizei prallte das Baustellenfahrzeug zunächst gegen einen aufgeschütteten Haufen abgefrästen Straßenbelags, kippte anschließend um und durchbrach eine Leitplanke.

Der 45 Jahre alte Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Die Fahrerkabine blieb seitlich über der Schutzplanke hängen, der Mann konnte sich jedoch selbst aus dem Fahrzeug befreien.

Hoher Sachschaden am Lkw

Die geladene Schuttmenge verteilte sich durch den Unfall über die Baustelle. Ein Teil der Ladung gelangte zudem auf die Gegenfahrbahn. Dort fuhr ein 56-jähriger Autofahrer über die Trümmer.

Nach Einschätzung der Ermittler entstand an dem Baustellenfahrzeug ein Totalschaden von rund 150.000 Euro. Der Schaden an der Leitplanke wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Am Auto des 56-Jährigen sei dagegen nur ein geringer Schaden entstanden, sagte ein Polizeisprecher.

Polizei entdeckt fremde Fahrerkarte

Bei der Kontrolle des unter Schock stehenden Fahrers fanden die Beamten die Fahrerkarte eines anderen Mannes. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte sich diese zum Unfallzeitpunkt im Fahrtenschreiber des Lastwagens befunden haben. Deshalb wird nun zusätzlich wegen möglicher Verstöße gegen Sozialvorschriften ermittelt.

Auf dem betroffenen Abschnitt der A99 zwischen den Tunneln Aubing und Allach wird derzeit der Fahrbahnbelag erneuert. In Richtung Salzburg ist die Autobahn wegen der Arbeiten an diesem Wochenende vollständig gesperrt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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