Drängler und aggressives Verhalten im Straßenverkehr sorgen in Deutschland laut einer aktuellen Umfrage für den größten Unmut unter Autofahrerinnen und Autofahrern – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land unterwegs sind.
Für die Erhebung wurden 1.006 Autobesitzerinnen und -besitzer befragt. Mehrfachnennungen waren möglich.
Mit 44 Prozent wurde dichtes Auffahren und Drängeln am häufigsten als Ärgernis genannt. Frauen fühlen sich davon mit rund 47 Prozent etwas stärker gestört als Männer mit 41 Prozent. Fast ebenso viele Befragte, nämlich etwa 43 Prozent, stören sich an einer aggressiven Fahrweise – etwa an unnötigem Hupen, riskanten Überholaktionen oder heftigem Gestikulieren.
Auch beim Parken steigt der Frust
Der Ärger endet für viele nicht mit der Ankunft. Rund 30 Prozent der Befragten nannten die Parkplatzsuche und andere Probleme beim Einparken oder Parken als besonders belastend. Dazu gehört zum Beispiel auch, wenn ein freier Platz kurz vor dem Einparken von jemand anderem genommen wird.
Vor allem in Großstädten ist dieses Thema ein größerer Stressfaktor: Dort sehen etwa 35 Prozent das Parken als eines der größten Probleme an. In kleineren Städten und ländlichen Regionen sind es dagegen rund 28 Prozent.
Besonders deutlich ist hier der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Circa 36 Prozent der Fahrerinnen empfinden die Parkplatzsuche als besonders nervig, bei den männlichen Befragten sind es nur etwa 24 Prozent.
Fast niemand bleibt ganz gelassen
Weitere häufig genannte Auslöser für Ärger im Straßenverkehr sind das Nichtbilden einer Rettungsgasse mit 28,2 Prozent, das Missachten der Vorfahrt mit 24,2 Prozent sowie Fahrradfahrer mit 21,4 Prozent.
Nur 24 Personen – also 2,4 Prozent der Befragten – gaben an, sich im Straßenverkehr überhaupt nicht zu ärgern.
Die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage wurde Ende Januar 2026 im Auftrag von Verivox vom Marktforschungsinstitut Innofact online durchgeführt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion