Vespa feiert 80. Geburtstag mit großer Parade in Rom
Mit einem beeindruckenden Korso durch Rom ist der 80. Geburtstag der Vespa gefeiert worden. Bei sommerlicher Hitze fuhren zahlreiche Anhänger des legendären Motorrollers aus vielen Ländern auf ihren Fahrzeugen durch die italienische Hauptstadt. Die Strecke führte unter anderem am Kolosseum sowie an den Kaiserforen vorbei. Zu dem Umzug wurden Zehntausende Besucher und Teilnehmer erwartet.
Die Jubiläumsfeiern hatten bereits am Donnerstag begonnen und waren auf mehrere Tage angelegt. Im Norden der Stadt entstand dafür ein sogenanntes Vespa Village im Sportkomplex Foro Italico. Dort kamen Fans und Mitglieder internationaler Vespa-Clubs zusammen. Auf dem Gelände standen Ausstellungen, Begegnungen und gemeinsame Programmpunkte im Mittelpunkt.
Kultroller mit Wurzeln in der Nachkriegszeit
Die ersten Vespas liefen 1946 im Piaggio-Werk im toskanischen Pontedera vom Band. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Roller als preiswertes Verkehrsmittel für breite Bevölkerungsschichten gedacht. Im Lauf der Jahrzehnte wurde daraus jedoch weit mehr als nur ein Alltagsfahrzeug: Die Vespa entwickelte sich zu einer echten Ikone. Nach Angaben von Piaggio wurden seit dem Produktionsstart fast 20 Millionen Exemplare verkauft.
Für die Parade hatten sich mehr als 60 Vespa-Clubs aus aller Welt angemeldet. Auch aus Deutschland reisten viele sogenannte „vespisti“ an, wie sich Vespa-Fans selbst nennen. Rund 600 bis 800 offiziell registrierte Teilnehmer aus Deutschland hatten ihr Kommen angekündigt. Darüber hinaus machten sich auch zahlreiche Liebhaber ohne eigenes Fahrzeug auf den Weg nach Rom.

Vespa als Symbol italienischen Lebensgefühls
In Italien gilt die Vespa als echtes Nationalsymbol. Doch auch international genießt der Roller große Beliebtheit und steht für viele Menschen für italienischen Stil und Lebensfreude. Zu ihrem weltweiten Ruhm trug auch das Kino bei: Im Film Ein Herz und eine Krone fuhren Audrey Hepburn und Gregory Peck 1953 auf einer Vespa durch Rom. Später tauchte das Kultfahrzeug auch in vielen weiteren Filmen und Produktionen auf.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber