Stars

Nach Perrys Tod: Nur zwei Jahre Haft für Drogenlieferant

Nach Matthew Perrys Ketamin-Tod fällt das nächste Urteil: Ein weiterer mutmaßlicher Lieferant muss jetzt ins Gefängnis.

13.05.2026, 20:44 Uhr

Zwei Jahre Haft nach Matthew Perrys Tod

Im Fall um den Tod des "Friends"-Schauspielers Matthew Perry ist ein 56-Jähriger zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das meldeten die "New York Times" und weitere US-Medien unter Verweis auf ein Gericht in Los Angeles. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von zweieinhalb Jahren gefordert, während die Verteidigung lediglich drei Monate Haft sowie neun Monate in einer Einrichtung zur Suchtbehandlung erreichen wollte.

Der Verurteilte hatte eingeräumt, Perry in den Wochen vor dessen Tod im Oktober 2023 mit mehr als 50 Dosen Ketamin versorgt zu haben. Nach Angaben der Ermittler fungierte er als Vermittler für eine Dealerin, die als "Ketamin-Königin" bekannt wurde. In ihrem Haus stellten Behörden größere Mengen verschiedener Drogen sicher, darunter Methamphetamin und Ecstasy. Insgesamt wurden in dem Fall fünf Personen festgenommen, unter ihnen Ärzte, Drogenhändler und Perrys Assistent.

Bereits im Dezember war einer der beteiligten Ärzte zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, ein weiterer erhielt acht Monate Hausarrest. Die bislang höchste Strafe traf im April die sogenannte "Ketamin-Königin": Sie muss für 15 Jahre ins Gefängnis. Laut Staatsanwaltschaft hatte sie unter anderem die Dosis geliefert, die zum Tod des Schauspielers geführt haben soll. Das Urteil gegen Perrys damaligen Assistenten wird für Ende Mai erwartet.

Tod im Whirlpool

Matthew Perry war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren leblos im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles entdeckt worden. Der Schauspieler hatte in der Vergangenheit offen über seine Suchterkrankungen gesprochen. Medienberichten zufolge befand er sich wegen Depressionen und Angststörungen in einer ärztlich begleiteten Ketamin-Therapie. Zusätzlich soll er die Substanz auch illegal über den Schwarzmarkt bezogen haben.

Ketamin wird seit vielen Jahren als Narkosemittel eingesetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt es auch bei Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbaren Depressionen zum Einsatz. Gleichzeitig wird die Substanz auch als illegale Partydroge konsumiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen