Zverev revanchiert sich in Madrid und steht im Halbfinale
Alexander Zverev hat in Madrid erfolgreich Revanche für die Halbfinal-Niederlage von München genommen und sich die Chance auf seinen ersten Titel der Saison erhalten. Beim Masters-1000-Turnier gewann der 29-Jährige überraschend deutlich mit 6:1, 6:4 gegen den Italiener Flavio Cobolli (23), der ihn vor knapp zwei Wochen noch besiegt hatte.
Von Rachegefühlen wollte Zverev nach dem Match aber nichts wissen. Er betonte, dass er Cobolli sehr schätze und ihn zu den Spielern zähle, die er auf der Tour am liebsten möge. In München habe der Italiener ein überragendes Match gespielt, diesmal sei es umgekehrt gewesen.
Im Kampf um den Finaleinzug trifft Zverev nun auf den belgischen Außenseiter Alexander Blockx. Der Weltranglistendritte hat damit bei allen vier Masters-1000-Turnieren dieser Saison das Halbfinale erreicht. Zverev sprach von einer starken Bilanz, machte aber zugleich klar, dass er diese Hürde nun auch endlich überwinden müsse.
In den drei vorherigen Masters-Halbfinals war jeweils Jannik Sinner Endstation. Auf den Weltranglistenersten aus Italien könnte Zverev diesmal erst im Endspiel treffen. Wegen der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz ist Zverev in Madrid an Position zwei gesetzt. Sinner bekommt es im zweiten Halbfinale mit dem Franzosen Arthur Fils zu tun.
Starker Zverev, fehlerhafter Cobolli
Vor allem im ersten Satz dominierte Zverev die Partie klar. Cobolli produzierte viele Fehler und war weit entfernt von dem Niveau, mit dem er in München noch gegen den Deutschen gewonnen hatte. Zverev dagegen spielte äußerst stabil und kontrollierte das Geschehen nahezu durchgehend. Die ATP sprach auf X von einer „Machtdemonstration“.
Im zweiten Durchgang steigerte sich Cobolli zwar, wirkte auf der großen Bühne aber weiter nicht völlig frei. Zverev blieb der bestimmende Spieler und schaffte beim Stand von 5:4 das entscheidende Break. Nach 1:30 Stunden verwandelte der Olympiasieger von 2021 seinen ersten Matchball.
Blockx überrascht weiter
Auch Zverevs nächster Gegner reist mit viel Selbstvertrauen ins Halbfinale. Alexander Blockx setzte seinen Lauf in Madrid fort und warf Titelverteidiger Casper Ruud mit 6:4, 6:4 aus dem Turnier.
Zverev erwartet deshalb ein schwieriges Duell. Er lobte besonders den Kampfgeist des Belgiers, der auf dem Platz nie nachlasse. Zudem sagte er, dass er Blockx auch menschlich sehr schätze und sich auf das erste direkte Duell mit ihm freue.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion