Lindsey Vonn lässt Zukunft im Ski-Weltcup offen
Lindsey Vonn hält ein weiteres Comeback im alpinen Skisport frühestens in etwa eineinhalb Jahren für möglich. Nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen will die frühere US-Rennläuferin derzeit jedoch noch keine Entscheidung über ihre sportliche Zukunft treffen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte Vonn, sie wolle nichts überstürzen und momentan nicht darüber spekulieren, wie es weitergehen könnte. Emotional sei sie im Augenblick noch nicht bereit, eine solche Entscheidung zu fällen.
Bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo im Februar hatte sich die Amerikanerin schwer am Knie und Unterschenkel verletzt. Seitdem musste sie sich mehreren Operationen unterziehen, im Herbst ist ein weiterer Eingriff geplant. Über eine mögliche Rückkehr auf die Piste habe sie mit ihrem Arzt bislang noch nicht gesprochen. Zunächst stehe ihre vollständige Genesung im Mittelpunkt.
Kein Comeback im nächsten Winter
Klar ist für Vonn aber schon jetzt, dass sie in der kommenden Saison nicht an den Start gehen wird. Vor der Saison 2027/28 sei eine Rückkehr ausgeschlossen, erklärte die 41-Jährige. Sie müsse sich noch einer Operation unterziehen, bei der Metall entfernt und das Kreuzband ersetzt werde.
Anschließend werde allein die Heilung des Kreuzbands noch einmal rund ein halbes Jahr dauern. Selbst wenn sie in dieser Zeit nur im Kraftraum arbeiten könne, werde es mindestens eineinhalb Jahre dauern, bis sie wieder vollständig fit sei.
Die Olympiasiegerin von 2010 und Gewinnerin von 84 Weltcup-Rennen hat in ihrer Karriere bereits zahlreiche Verletzungen verkraften müssen. Der Sturz in Italien habe jedoch eine andere Dimension gehabt. Vonn sagte, vor allem die Schwere der Verletzung und die Erkenntnis, dass sie beinahe ihr Bein verloren hätte, machten diesen Rückschlag besonders einschneidend.
Derzeit befinde sie sich noch immer im "Überlebensmodus" und wolle deshalb auch keine Bilanz ihrer Laufbahn ziehen. Erst 2024 war Vonn nach längerer Pause in den alpinen Weltcup zurückgekehrt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion