Dortmund schlägt Paderborn klar und bleibt vor Bayern
Borussia Dortmund hat auch den dritten Saisonsieg eingefahren und sich beim 3:0 (1:0) gegen den SC Paderborn die Tabellenführung vor dem FC Bayern gesichert. Beim verdienten Erfolg feierte Nico Schlotterbeck nach längerer Pause sein Comeback.
Vor 81.365 Fans im ausverkauften Stadion brachte Fábio Silva den BVB schon in der 5. Minute in Führung. In der Schlussphase entschied Felix Nmecha die Partie mit zwei Treffern (80./89.), wobei besonders sein zweites Tor per Fallrückzieher herausragte. Während Dortmund mit neun Punkten optimal gestartet ist, wartet Aufsteiger Paderborn nach wie vor auf den ersten Saisontreffer und hat erst einen Zähler auf dem Konto.
Schlotterbeck zurück, Silva trifft früh
Schlotterbeck stand 84 Tage nach seiner bei der Weltmeisterschaft erlittenen Sprunggelenksverletzung wieder nicht nur im Kader, sondern direkt als Kapitän in der Anfangsformation. Trainer Niko Kovac vertraute außerdem auf Fábio Silva, der gemeinsam mit Serhou Guirassy im Sturm begann.
Diese Entscheidung zahlte sich sofort aus. Guirassy schlug aus der eigenen Hälfte einen präzisen Steilpass, Paderborns Tjark Scheller verschätzte sich, und Silva blieb vor Torhüter Nahuel Noll eiskalt.
Positive Signale bei Karetsas
Auch Konstantinos Karetsas verfolgte die Partie im Stadion. Der 18-Jährige hatte beim 3:2 in der Champions League gegen den FC Villarreal am Dienstag wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt und anschließend im Krankenhaus untersucht werden müssen.

Sportchef Lars Ricken gab anschließend Entwarnung. Bei DAZN sagte er, in den vergangenen Tagen seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Karetsas solle im Verlauf der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. Ob es schon für das nächste Ligaspiel gegen Stuttgart reiche, müsse man abwarten. Langfristige Folgen werden laut Ricken nicht befürchtet.
Zwei Guirassy-Tore nach VAR aberkannt
Dortmund kontrollierte die Begegnung trotz längerer Ballbesitzphasen der Gäste weitgehend souverän. Paderborn kam kaum zu gefährlichen Aktionen, während der BVB die klareren Möglichkeiten hatte. Joey Veerman prüfte Noll mit einem abgefälschten Schuss aus der Distanz, zudem wurden zwei Treffer von Guirassy nach Eingriff des Videoassistenten wegen Abseits nicht anerkannt.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Dortmund das gefährlichere Team. Ethan Nwaneri und Guirassy scheiterten mehrfach am stark haltenden Noll, Jude Bellingham setzte einen Kopfball knapp vorbei. Weil die Gastgeber lange kein zweites Tor nachlegten, blieb die Partie offen. Erst in der Schlussphase sorgte der eingewechselte Nmecha mit seinem Doppelpack endgültig für klare Verhältnisse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber