Deutsche U18-Handballer holen EM-Gold in Belgrad
Deutschlands U18-Handballer haben sich in Belgrad den Europameistertitel gesichert. Im Finale setzte sich das Team von Bundestrainer Erik Wudtke klar mit 36:27 (17:11) gegen Slowenien durch und bescherte dem Deutschen Handballbund damit die nächste Goldmedaille im Nachwuchsbereich.
Zum Kader der deutschen Mannschaft zählen auch bekannte Namen: Elvis Kretzschmar, der Sohn von Handball-Ikone Stefan Kretzschmar, sowie Kalle Gaugisch, dessen Vater Markus Gaugisch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trainiert. In der Hauptrunde hatte Deutschland zum Auftakt gegen Slowenien noch knapp verloren, im Endspiel ließ die Auswahl dem Gegner jedoch keine Chance.
Damit setzt sich die starke Bilanz des DHB im Jugendbereich fort. Bereits Anfang Juli waren die deutschen U20-Frauen Weltmeister geworden, nachdem die U19 im vergangenen Jahr den EM-Titel gewonnen hatte. Auch bei den männlichen Nachwuchsteams lief es zuletzt herausragend: Sowohl die U17 als auch die U19 holten im Vorjahr den Weltmeistertitel.
„Diese Erfolge zeigen: Wir sind weiterhin auf einem guten Weg und haben bei beiden Geschlechtern vielversprechende Talente mit tollen Perspektiven. Diese müssen wir weiter nachhaltig fördern und das geht nur gemeinsam mit den Vereinen“, sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes.
Deutschland spielt sich in einen Rausch
Die deutsche Mannschaft begann nervös und lag nach einigen vergebenen Chancen zunächst mit 5:8 zurück. Danach fand das Team jedoch immer besser ins Spiel. Vor allem die offensive und aggressive Abwehr bereitete den Slowenen große Schwierigkeiten. Deutschland provozierte zahlreiche Fehler des Gegners und drehte die Partie noch vor der Pause in eine 15:11-Führung.
Auf der Tribüne verfolgte Stefan Kretzschmar das Finale live, nachdem er eigens am Spieltag mit dem Auto aus Deutschland angereist war. Nach dem Seitenwechsel brach Slowenien zunehmend ein und leistete sich viele Ballverluste. Großen Anteil am deutlichen Vorsprung hatte Torhüter Tobias Dengler, der mit mehreren starken Paraden glänzte. So zog Deutschland auf 20:11 davon und blieb zwischenzeitlich mehr als zehn Minuten ohne Gegentor. Spätestens da war das Finale entschieden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber