Waldbrand in Andalusien: Fast 500 Menschen evakuiert
Wegen eines großen Waldbrandes im Südwesten Spaniens sind inzwischen fast 500 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der Regionalregierung Andalusiens hat das Feuer, das am Donnerstag ausbrach, in der Provinz Huelva bislang etwa 8.000 Hektar Land erfasst. Die Zahl der Evakuierten stieg zuletzt leicht auf 474. Unmittelbar bedroht seien derzeit jedoch keine Ortschaften.
Andalusiens Innenminister Antonio Sanz erklärte, dass sich die Flammen in den vergangenen Tagen vor allem wegen kräftiger Winde rasch ausgebreitet hätten. Am Nachmittag zeigte er sich jedoch vorsichtig zuversichtlich. Dank günstigerer Wetterbedingungen habe die Feuerwehr Fortschritte erzielt, der südliche Bereich des Brandes sei inzwischen unter Kontrolle.
Nahe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, sind weiterhin etwa 500 Einsatzkräfte in dem hügeligen Waldgebiet im Einsatz. Unterstützt werden sie zeitweise von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern.
Außergewöhnlich schwere Waldbrandsaison
Spanien erlebt in diesem Jahr eine besonders heftige Waldbrandsaison. Die Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, sagte, seit Jahresbeginn seien fast 200.000 Hektar von Bränden betroffen gewesen. Außerdem habe es 2026 bereits 40 große Waldbrände gegeben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es nur 15 gewesen.
Nach Daten des spanischen Waldbrandportals Incendios Forestales waren am Sonntag landesweit 37 meist kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Besonders betroffen sind demnach die bei Urlaubern beliebte Region Valencia im Osten Spaniens sowie Kastilien und León im Nordwesten des Landes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber