Fußball

Pokal-Schock: Darum klagt Fürth jetzt

Später Fürther Aufschrei im Ronhof: Beim 1:2 gegen Bochum wird’s am Ende dramatisch – doch warum fällt der Ausgleich nicht mehr?

23.08.2026, 16:07 Uhr

Fürth scheidet nach 1:2 gegen Bochum im DFB-Pokal aus

Die Profis der SpVgg Greuther Fürth standen erneut enttäuscht und erschöpft vor ihren Anhängern. Nur eine Woche nach der schmerzhaften Niederlage im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg verpasste das Kleeblatt auch in der ersten Runde des DFB-Pokals den Erfolg. Im einzigen Duell zweier Zweitligisten unterlag Fürth dem VfL Bochum im Ronhof mit 1:2 (0:1).

Kapitän Felix Klaus brachte den Unterschied nach dem Abpfiff knapp auf den Punkt: Bochum habe eben zwei Treffer erzielt, Fürth nur einen. Genau daran habe es gefehlt.

Für die Gäste trafen Christian Rasmussen in der 25. Minute und Philipp Hofmann in der 64. Minute. Bochum präsentierte sich defensiv stabil, diszipliniert und nutzte seine Chancen konsequent. Hoffnung kam für die Gastgeber noch einmal auf, als der eingewechselte Maxim Dal nach einer Ecke per wuchtigem Kopfball auf 1:2 verkürzte (77.). Vor 9.286 Zuschauern entwickelte sich danach eine intensive Schlussphase.

Als Bochum verletzungsbedingt nur noch zu zehnt auf dem Feld stand, drängte Fürth auf den Ausgleich. Die Gastgeber kamen zu weiteren Abschlüssen, doch der entscheidende zweite Treffer fiel nicht mehr. Damit blieb auch die Möglichkeit auf eine Verlängerung aus.

Viele Chancen, wenig Ertrag

Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach der Partie ratlos. Seine Mannschaft habe gegen einen körperlich starken und kompakten Gegner ein gutes Spiel gemacht, sagte er. Als Beleg nannte er die Statistik mit 22:6 Torschüssen und 11:1 Ecken zugunsten der Fürther. Zudem ärgerte sich Vogel über eine Szene in der Nachspielzeit, in der Schiedsrichter Florian Lechner seiner Meinung nach einen klaren Handelfmeter nicht gab. Dennoch zeigte sich der Trainer kämpferisch und meinte, das Glück werde irgendwann wieder auf Fürther Seite sein.

SpVgg Greuther Fürth - VfL Bochum
Viel Kampf im Ronhof. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Gegentore bleiben ein Problem

Auch Mittelfeldspieler Paul Will beklagte, dass sich der hohe Aufwand erneut nicht ausgezahlt habe. Einsatz und Wille könne man der Mannschaft nicht absprechen, sagte er. Gleichzeitig sprach er ein zentrales Problem offen an: die Art, wie Fürth derzeit Gegentore kassiert.

Das 0:1 entstand nach einem unnötigen Ballverlust im eigenen Aufbau. Beim zweiten Gegentor kam zusätzlich Pech hinzu: Hofmann schoss aus dem Bereich des Elfmeterpunkts, der Ball wurde abgefälscht und flog in hohem Bogen unhaltbar ins Tor. Vogel kommentierte die Szene mit Galgenhumor und meinte, Hofmann solle ins "Spiel-Casino" gehen. Auch Will sprach davon, dass das Glück aktuell nicht auf Fürther Seite sei.

Weiter warten auf den ersten Saisonsieg

Wie schon beim 2:4 gegen den "Club" lautete auch nach diesem Pokalspiel das Fazit: großer Aufwand, zu wenig Ertrag. Die Fürther warten damit weiterhin auf ihren ersten Sieg in der neuen Saison. Zwar hatten sie viel Ballbesitz und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, doch in der Offensive fehlte die nötige Durchschlagskraft.

Die beste Chance vor der Pause vergab Felix Klaus, der in der 29. Minute an Bochums Torhüter Timo Horn scheiterte. In der Schlussphase setzte Fürth alles auf eine Karte, blieb aber ohne Erfolg. Die letzte Möglichkeit hatte Dennis Srbeny tief in der Nachspielzeit, doch sein Schuss ging über das Tor.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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