Neuer steht vor DFB-Comeback gegen Curaçao
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits 17 Stunden vor dem Anpfiff bestätigt, dass Manuel Neuer im ersten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao im Tor stehen wird. Die Begegnung wird heute Abend um 19.00 Uhr in Houston ausgetragen und live in der ARD sowie bei MagentaTV übertragen. Nagelsmann ordnete das Duell sportlich als eine Art „DFB-Pokalspiel“ ein und zog dabei den Vergleich mit „David gegen Goliath“.
Deutschland geht im klimatisierten NRG Stadium in Texas als klarer Favorit in die Partie. Der viermalige Weltmeister trifft auf eine Auswahl aus Curaçao, die sich erstmals für eine WM-Endrunde qualifiziert hat und deren Kader stark von niederländischen Einflüssen geprägt ist. Für Nagelsmann zählt in seinem ersten WM-Spiel als Bundestrainer vor allem ein gelungener Start: Die Mannschaft soll die ersten drei Punkte holen. In der Gruppe warten danach noch die Elfenbeinküste und Ecuador.
Kompletter Kader einsatzbereit
Auf der Pressekonferenz am Samstagabend in Houston gab Nagelsmann zudem ein personelles Update. Demnach sind alle 26 Spieler fit und verfügbar. Dabei machte er auch die Torwartfrage endgültig klar: „Manu wird beginnen.“
Der 40-jährige Neuer hat seine Wadenprobleme auskuriert. Damit kehrt er zwei Jahre nach seinem Rücktritt in die Nationalmannschaft zurück und bestreitet mit seinem 125. Länderspiel zugleich den Auftakt zu seiner insgesamt fünften Weltmeisterschaft.
Auch Nathaniel Brown wird von Beginn an auflaufen. Der Frankfurter, der erstmals bei einem großen Turnier dabei ist, soll zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag als linker Außenverteidiger starten. Nagelsmann kündigte an, dass Brown in der Anfangsformation stehen werde.

Nagelsmann setzt auf Musiala
Ebenfalls in der Startelf wird Jamal Musiala erwartet. Zwar ist der Offensivspieler nach seiner schweren Beinverletzung laut Nagelsmann noch nicht wieder bei voller Leistungsstärke, dennoch setzt der Bundestrainer bewusst auf ihn. Musiala könne die letzten Schritte zu seiner Topform nur machen, wenn er Spielpraxis bekomme, erklärte Nagelsmann und betonte das große Vertrauen in den Bayern-Profi.
Zugleich schloss er sich der Einschätzung von Lothar Matthäus an. Der Rekordnationalspieler hatte betont, dass Deutschland Musiala brauche, um bei dieser WM eine wirklich starke Rolle spielen zu können.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion