Fußball

Historisch! Messi stürzt Klose mit 17. WM-Tor

Messi knackt Kloses WM-Rekord! Mit Treffer Nummer 17 schreibt der Argentinier erneut Geschichte – was dahintersteckt.

22.06.2026, 19:41 Uhr

Lionel Messi ist nun endgültig alleiniger Rekordtorschütze bei Fußball-Weltmeisterschaften – und hat seine Bestmarke direkt weiter ausgebaut. Der argentinische Kapitän erzielte beim 2:0 (1:0) gegen Österreich in Dallas seine WM-Tore 17 und 18 und zog damit endgültig an Miroslav Klose vorbei.

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel steht der Titelverteidiger außerdem vorzeitig in der K.-o.-Runde. Zwei Tage vor seinem 39. Geburtstag war Messi damit erneut der entscheidende Mann für Argentinien.

"Ich bin sehr glücklich. Der Sieg war sehr wichtig, er verschafft uns Ruhe", sagte Messi nach der Partie.

Vor 70.649 Zuschauern im Dallas-Stadion wurde der Superstar nach dem Schlusspfiff von Mitspielern und Gegnern gefeiert, lachte ausgelassen und jubelte mit den Fans auf dem Rasen.

Erst Elfmeter vergeben, dann doppelt getroffen

Dabei hatte Messi zunächst noch die große Chance auf die frühe Führung ausgelassen. In der 9. Minute schoss er einen Foulelfmeter am Tor vorbei. Dem Strafstoß war ein Videobeweis vorausgegangen, nachdem Xaver Schlager und Stefan Posch Lautaro Martínez im Strafraum zu Fall gebracht hatten.

Laut Opta hält Messi damit nun auch die WM-Bestwerte bei Elfmeterversuchen (7) und verschossenen Strafstößen (3) – jeweils ohne Elfmeterschießen. Ein schlechtes Omen musste das für Argentinien allerdings nicht sein: Schon beim WM-Triumph 2022 hatte Messi im Turnier gegen Polen einen Elfmeter vergeben.

Danach brauchte Argentinien Geduld. David Alaba verhinderte in der 19. Minute zunächst einen weiteren Messi-Treffer und hätte dabei fast ein Eigentor erzielt, ehe Torwart Alexander Schlager rettete. Später blockte Alaba noch einen weiteren gefährlichen Abschluss des Weltstars.

In der 38. Minute war Österreich dann aber machtlos: Nach einer Hereingabe von Facundo Medina traf Messi mit seinem linken Fuß zur Führung. In der Nachspielzeit (90.+5) machte er mit seinem zweiten Treffer des Abends alles klar.

Klose gratuliert sofort zum Rekord

Der bisherige Rekordhalter reagierte umgehend auf Messis historischen Abend. "Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!", sagte Miroslav Klose der Süddeutschen Zeitung.

Der Weltmeister von 2014 war bis zum Start dieses Turniers mit 16 WM-Toren noch alleiniger Rekordtorschütze gewesen. Bereits vor der Endrunde hatte der heutige Trainer des 1. FC Nürnberg erklärt, dass er mit dem Fall seiner Bestmarke rechne – auch wegen des größeren Teilnehmerfelds und der gestiegenen Zahl an Spielen.

Österreich hält lange dagegen

Messi hätte den Rekord also schon deutlich früher knacken können, doch Österreich verteidigte lange ordentlich. Marcel Sabitzer hatte vor dem 0:1 sogar die Chance auf die Führung für den Außenseiter.

Auch nach der Pause setzte Österreich Akzente. Sabitzer prüfte Argentiniens Torwart Emiliano Martínez mit einem Freistoß, den dieser spektakulär parierte. Insgesamt hatte das Team von Ralf Rangnick im zweiten Durchgang phasenweise mehr Ballbesitz, während Argentinien verstärkt auf Konter lauerte.

Nicolás González verpasste nach einer Messi-Ecke per Kopf das mögliche 2:0 (73.), ehe Messi in der Nachspielzeit die Entscheidung besorgte. Rangnicks Mannschaft bekam den Superstar trotz aller Bemühungen nie wirklich in den Griff. Vor der Partie hatte der österreichische Trainer noch gefordert, sein Team müsse zeigen, "dass wir eine der besten Mannschaften sind bei dieser WM".

Weiterer Rekord und Blick auf Mbappé

Neben der neuen Tor-Bestmarke stellte Messi noch einen weiteren Meilenstein auf. Laut FIFA traf er nun in sechs WM-Spielen in Serie. Das war zuvor nur Just Fontaine und Jairzinho gelungen.

Für Messi ist es die sechste und letzte Weltmeisterschaft. Langfristig könnte ihm im Rekordrennen aber noch Kylian Mbappé gefährlich werden: Der Franzose stand vor seinem Spiel gegen den Irak bei 14 WM-Toren und hat altersbedingt wohl noch mindestens ein weiteres Turnier vor sich.

Persönlich schwierige Phase

Sportlich läuft es für Messi bei diesem Turnier herausragend: Schon zum Auftakt gegen Algerien hatte er einen Hattrick erzielt. Privat erlebt der Argentinier aber eine belastende Zeit. Sein Vater Jorge soll mit erheblichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. In einer Sendung des argentinischen Streamingdienstes Luzu TV war der 68-Jährige zuletzt sogar irrtümlich für tot erklärt worden.

So geht es weiter

Argentinien bestreitet sein letztes Gruppenspiel am Sonntag um 4.00 Uhr MESZ erneut in Dallas gegen Jordanien. Österreich trifft zeitgleich in Kansas City auf Algerien.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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