Freiburg siegt in Paderborn und setzt perfekten Saisonstart fort
Der SC Freiburg hat dem SC Paderborn die Rückkehr zu einem Bundesliga-Heimspiel nach mehr als sechs Jahren verdorben. Der Europa-League-Finalist gewann beim Aufsteiger mit 1:0 (1:0) und bleibt damit in dieser Saison makellos: fünf Partien, fünf Erfolge – verteilt auf Bundesliga, DFB-Pokal und Conference-League-Qualifikation.
Den entscheidenden Treffer erzielte Maximilian Eggestein in der 26. Minute. Vor der Pause war Freiburg die klar bessere Mannschaft, nach dem Seitenwechsel geriet der Favorit jedoch phasenweise stark unter Druck.
Frühe Paderborner Chance, Freiburg dann spielbestimmend
Kurz vor dem Anstoß hatte der Stadionsprecher die 15.000 Zuschauer mit der Frage „Habt ihr Bock auf Bundesliga?“ eingestimmt – die Antwort fiel laut aus. Fast hätte Paderborn die Stimmung schon in der Anfangsphase weiter angeheizt: In der 2. Minute ließ Freiburgs Torwart Mio Backhaus einen eher ungefährlichen Versuch von Marvin Pieringer nach vorne abprallen und machte die Szene so erst brenzlig.
Danach zeigte sich aber schnell der Klassenunterschied. Freiburg trat sehr eingespielt auf, obwohl mit Yannik Engelhardt nur ein Neuzugang in der Startelf stand. Die Abläufe saßen bereits am zweiten Spieltag.
Matanovic mehrfach gefährlich
Schon in der 5. Minute musste SCP-Keeper Nahuel Noll einen Schuss von Igor Matanovic stark um den Pfosten lenken. Zwölf Minuten später kam der Freiburger Angreifer an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss. Seine größte Gelegenheit hatte er direkt nach dem 1:0, als er mit einem Seitfallzieher erneut an Noll scheiterte (28.).

Paderborn versteckte sich nicht und hatte statistisch sogar mehr Ballbesitz. Wirklich gefährlich wurde der Aufsteiger vor der Pause aber kaum, weil Freiburg die Räume konsequent schloss und kaum Vorstöße ins letzte Drittel zuließ.
Paderborn nach der Pause mit viel Druck
Das Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel deutlich. Trainer Ralf Kettemann brachte für Neuzugang Rayan Philippe den Aufstiegsstürmer Steffen Tigges – und plötzlich entwickelte Paderborn deutlich mehr Wucht.
In der 51. Minute tauchte Pieringer frei vor Backhaus auf, wollte den Torhüter umkurven, doch Freiburgs Schlussmann bekam noch entscheidend die Finger an den Ball. Danach drängte Paderborn auf den Ausgleich: Tigges (54./66.), Pieringer (63.) und Laurin Ulrich (64.) verfehlten jeweils nur knapp.
Freiburg rettet den Vorsprung über die Zeit
Erst nach rund 20 Minuten im zweiten Durchgang konnte sich Freiburg etwas befreien. Doch auch in dieser Phase lief nach vorne nicht mehr viel zusammen. Bei Konteransätzen fehlte meist der letzte präzise Pass. Eine abgefälschte Hereingabe von Jordy Makengo (65.) sowie ein Abschluss von Matanovic in der Nachspielzeit waren die wenigen gefährlichen Freiburger Offensivaktionen.
Immerhin stabilisierte sich der Sport-Club defensiv wieder und unterband den Paderborner Rhythmus. Die letzte echte Chance auf den Ausgleich vergab Santiago Castaneda mit einer sehenswerten Direktabnahme in der 85. Minute.
Am Ende blieb es beim knappen, aber wichtigen Auswärtssieg für Freiburg – und beim perfekten Saisonstart.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber