Ein Kapitän eines Passagierschiffes hat nach Angaben der Polizei auf der Donau versehentlich größere Mengen eines Diesel-Wasser-Gemischs eingeleitet. Eigentlich sollte Wasser aus einem Ballasttank abgelassen werden, um das Schiff wieder ins Gleichgewicht zu bringen. In dem Tank befand sich jedoch nicht nur Wasser, sondern auch Kraftstoff. Nach ersten Schätzungen könnten zwischen 1.000 und 5.000 Liter des Gemischs in den Fluss gelangt sein.
Laut Feuerwehr entstand von der Anlegestelle bis zur Ortsspitze ein rund 400 Meter langer Ölfilm auf der Donau. Einsatzkräfte setzten Ölsperren ein, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der derzeit niedrige Wasserstand wirkt sich dabei günstig aus, weil der Fluss langsamer fließt und sich der Treibstoff dadurch nicht so schnell verteilt.
Der ausgelaufene Kraftstoff des unter Schweizer Flagge fahrenden Schiffes war den Angaben zufolge sogar weiter flussabwärts in der Stadt deutlich zu riechen. Auch in den kommenden Tagen könnte der Geruch noch in der Altstadt wahrnehmbar bleiben.
Wie stark die Umwelt durch den Vorfall belastet wurde, war zunächst noch nicht absehbar. Unklar blieb zudem, weshalb sich Diesel in dem Ballasttank befand. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber