Fußball

Bayern siegt in Heidenheim – Musiala-Schock droht

Bayern gewinnt die Supercup-Generalprobe – doch Musiala muss nach nur neun Minuten runter. Und dann ist plötzlich Kane zurück.

18.08.2026, 19:53 Uhr

Bayern-Sieg in Heidenheim von Musiala-Sorge überschattet – Offensivstar gibt leichte Entwarnung

Jamal Musiala hat im letzten Test des FC Bayern vor dem Start in die Pflichtspielsaison erneut für bange Momente gesorgt, nach der Partie aber selbst eine erste Entwarnung gegeben. Beim 4:2-Erfolg in Heidenheim musste der Nationalspieler kurz nach seiner Einwechslung am Boden behandelt werden. Mit- und Gegenspieler stellten sich zum Sichtschutz um ihn, von den Rängen gab es laute „Musiala“-Rufe – auch aus dem Heidenheimer Fanblock.

Wenig später konnte der 23-Jährige den Platz zwar aus eigener Kraft verlassen, weiterspielen konnte er jedoch nicht. Nach dem Spiel meldete er sich über soziale Medien zu Wort: „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!“

Schon gegen Leipzig ein Schreckmoment

Musiala war ebenso wie mehrere andere Münchner Leistungsträger, darunter Harry Kane und Michael Olise, erst nach etwas mehr als einer Stunde ins Spiel gekommen. Nur neun Minuten später nahm ihn Trainer Vincent Kompany schon wieder vom Feld.

Schon im Testspiel gegen RB Leipzig drei Tage zuvor hatte Musiala Anlass zur Sorge gegeben, als er in der Schlussphase regungslos liegen blieb und anschließend benommen ausgewechselt wurde. Auch diesmal brach der Offensivspieler auf dem Rasen zusammen.

Musiala erklärt gesundheitlichen Hintergrund

Nach dem Spiel wandte sich Musiala direkt an die Fans und erläuterte die Ursache der Vorfälle. Es seien bei ihm „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ festgestellt worden, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien. Diese könnten zu den Szenen führen, wie sie zuletzt gegen Leipzig und nun auch in Heidenheim aufgetreten seien.

Zugleich versuchte Musiala, die Sorgen zu dämpfen. Er befinde sich in sehr guter medizinischer Behandlung und zeigte sich optimistisch. Nach seinen Angaben besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko. Es sei zudem sein eigener Wunsch gewesen, in enger Abstimmung mit Fachärzten weiter seinen Alltag zu leben und Fußball zu spielen.

Eberl bleibt zunächst vage

Bayern-Sportvorstand Max Eberl hatte sich zunächst nur zurückhaltend geäußert. Musiala sei in der Kabine, ziehe sich um und dusche, berichtete er nach der Partie. Man habe über den Zustand des Offensivstars Bescheid gewusst, sagte Eberl, ohne zunächst weitere Details zu nennen.

Später hob der Sportchef vor allem die Reaktion im Stadion hervor. Wenn in solchen Momenten etwas passiere, merke jeder, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt sei. Das gemeinsame Mitgefühl im Stadion wertete Eberl als gutes Zeichen.

Mehrere Rückschläge seit der Club-WM

Für Musiala sind solche Momente nach eigener Aussage derzeit Teil des Alltags. Seit seiner schweren Verletzung bei der Club-WM 2025 hatte der Offensivspieler bereits mehrfach gesundheitliche Rückschläge hinnehmen müssen und arbeitet weiter daran, zu seiner früheren Form zurückzufinden.

Am kommenden Samstag beginnt für die Bayern die Pflichtspielsaison. Im Supercup tritt der deutsche Rekordmeister bei Borussia Dortmund an.

Neuer, Kimmich und Bischof geschont

Den Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger sicherten den Münchnern erst späte Treffer von Luis Díaz in der 78. Minute und Nathaniel Brown in der 83. Minute. Kompany hatte zunächst zahlreiche Stammkräfte draußen gelassen. Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Tom Bischof standen wegen Belastungssteuerung gar nicht erst im Kader, wie der Verein vor dem Anpfiff mitteilte.

Dayot Upamecano hingegen stand nur einen Tag nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining direkt in der Anfangsformation. Offensiv taten sich die Bayern vor der Pause schwer und entwickelten aus dem Spiel heraus kaum Gefahr.

Heidenheim startet stark, Bayern dreht spät auf

Heidenheim ging früh durch Yannik Wagner in Führung (5.). Felipe Chávez, zuletzt an den 1. FC Köln ausgeliehen und aus dem Bayern-Nachwuchs stammend, glich mit einem sehenswerten Freistoß in der 25. Minute aus. Kurz vor der Pause brachte Julian Niehues den FCH per Direktabnahme wieder nach vorne (44.).

Direkt nach dem Seitenwechsel traf Arijon Ibrahimovic, früher selbst in Heidenheim aktiv, per Foulelfmeter zum 2:2 (47.). In der Schlussphase sorgten die eingewechselten Díaz und Brown auf der verregneten Ostalb dann doch noch für den Münchner Erfolg.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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