Ismaik äußert sich im Streit um die Lizenz von 1860 München
Im Ringen um die gefährdete DFB-Lizenz des TSV 1860 München hat sich Investor Hasan Ismaik erstmals öffentlich positioniert. Auf Instagram bestätigte der Unternehmer aus Abu Dhabi, dass laufende Darlehensverträge gekündigt wurden. Zuvor hatte bereits die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Zugleich erklärte Ismaik, er habe ein neues Finanzierungsangebot mit aus seiner Sicht günstigeren Bedingungen unterbreitet.
Nach Angaben der „Bild“ fehlen den Münchnern derzeit 2,7 Millionen Euro, um die Lizenz zu sichern. Bis zum 3. Juni muss der Verein dem Deutschen Fußball-Bund seine Zahlungsfähigkeit nachweisen. Gelingt das nicht, droht dem Traditionsclub der Absturz in die Regionalliga.
Vereinsführung gibt sich zunächst zuversichtlich
Das Präsidium des e.V. erklärte, man gehe momentan davon aus, dass der erforderliche Liquiditätsnachweis fristgerecht beim DFB eingereicht werden könne. Die Gespräche dazu liefen weiterhin. Zudem betonte die Vereinsführung, man ergreife alle notwendigen und angemessenen Schritte, um die rechtliche Position des Muttervereins und seiner Mitglieder zu schützen sowie den Spielbetrieb der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft zu sichern.
Ismaik, der seit 2011 bei den „Löwen“ engagiert ist, begründete die Kündigung der Darlehen damit, dass aus seiner Sicht wesentliche Verpflichtungen aus den Verträgen nicht erfüllt worden seien. Er machte deutlich, dass die aktuelle Lage aus seiner Sicht nicht länger tragbar sei und nun grundlegend überprüft werden müsse.
Forderung nach umfassendem Umbau
Nach Auffassung des Investors reicht eine neue Finanzierung allein nicht aus. Der Club brauche vielmehr eine tiefgreifende Neuaufstellung, ein klares System zur Finanzkontrolle, verlässliche Compliance-Strukturen und ein Management, das sich an modernen professionellen Standards orientiert – ähnlich wie bei erfolgreichen Vereinen und Unternehmen.
Die Entwicklung weckt Erinnerungen an das Jahr 2017. Damals verweigerte Ismaik nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga weitere finanzielle Hilfe. In der Folge musste 1860 München in der Regionalliga Bayern neu beginnen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion