Alba Berlin hat im zweiten Finalspiel der Basketball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt und beim FC Bayern München mit 86:79 (40:45) gewonnen. Damit stellte das Team von Trainer Pedro Calles in der Best-of-Five-Serie auf 1:1.
Nach dem offensiv geprägten Auftaktduell vor zwei Tagen entwickelte sich diesmal eine deutlich defensivere und von hoher Intensität geprägte Partie. Alba kämpfte sich nach einem Halbzeitrückstand zurück und drehte das Spiel mit einer starken zweiten Hälfte.
Bester Werfer der Berliner war vor 10.819 Zuschauern der deutsche Jungprofi Jack Kayil mit 16 Punkten. Für die Münchner, die nach dem Aus in Euroleague und Pokal nur noch die Meisterschaft als Titelchance haben, erzielte Nenad Dimitrijevic 20 Zähler. Andreas Obst, der im ersten Finale noch mit 33 Punkten geglänzt hatte, kam diesmal auf 12 Punkte und wirkte nach einem überstandenen Infekt deutlich weniger durchschlagskräftig.
Im ersten Viertel hielt Alba die Gastgeber bei 18 Punkten und legte damit die Basis für den späteren Erfolg. Bayern steigerte sich danach zunächst, ehe Justus Hollatz mit der Schlusssirene des zweiten Viertels per Dreier für die 45:40-Führung der Münchner sorgte.
Nach der Pause kippte die Partie jedoch: Alba traf in einer starken Phase mehrere Dreier, holte den Rückstand auf und setzte sich zwischenzeitlich selbst ab. In einer engen Schlussphase behielten die Berliner schließlich die Nerven und krönten ihre Aufholjagd mit dem Auswärtssieg.
Das dritte Finalduell findet am Mittwoch um 20.30 Uhr in Berlin statt. Zwei Tage später steigt in der Max-Schmeling-Halle bereits Spiel vier, in dem eine Vorentscheidung oder sogar die Entscheidung in der Serie fallen könnte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion