Politik

Paukenschlag in Washington: Warum Marine-Staatssekretär Phelan plötzlich die US-Regierung verlässt

Mitten in der heiklen Blockade der Straße von Hormus tritt Marine-Staatssekretär Phelan ab. Warum ausgerechnet jetzt schon wieder ein Spitzenposten im Krieg neu vergeben wird, wirft brisante Fragen auf.

23.04.2026, 01:01 Uhr

Mitten in der Seeblockade in der Straße von Hormus tauscht die US-Regierung ihre Spitze im Marinebereich aus. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf X mitteilte, scheidet Marineminister John Phelan mit sofortiger Wirkung aus dem Amt aus. Übergangsweise soll Unterstaatssekretär Hung Cao seine Aufgaben übernehmen. Offizielle Gründe für den Wechsel nannte das Ministerium nicht.

Phelan, der zuvor als Investmentbanker gearbeitet hatte, war im März des vergangenen Jahres in das Amt gekommen. Zu seinen wichtigsten Themen gehörten der Ausbau des Schiffbaus und die Förderung der maritimen Industrie.

Nach einem Bericht der New York Times, die sich auf anonyme Quellen beruft, hatte es bereits seit Monaten Spannungen zwischen Phelan und seinen Vorgesetzten gegeben: Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie dessen Stellvertreter Stephen Feinberg. Vor allem Feinberg soll zunehmend unzufrieden damit gewesen sein, wie Phelan die neue Schiffbauoffensive der Marine vorantrieb.

Trump lobte Phelan noch im Dezember

Noch im Dezember hatte Phelan zusammen mit US-Präsident Donald Trump Pläne für neue Schlachtschiffe vorgestellt, die den Namen des Präsidenten tragen sollen. Bei diesem Auftritt äußerte sich Trump sehr positiv über Phelan.

Weitere wichtige Personalentscheidung im Pentagon

Der Wechsel erfolgt in einer Phase, in der die US-Marine im Krieg mit Iran aus Sicht Washingtons eine Schlüsselrolle spielt. Trump will Teheran mit einer Seeblockade wirtschaftlich unter Druck setzen und wichtige Einnahmen abschneiden. Betroffen sind alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort aus starten.

Es ist nicht die erste hochrangige Personalentscheidung der vergangenen Wochen: Bereits vor etwa drei Wochen hatte Hegseth den Stabschef des US-Heeres zum Rücktritt gedrängt. General Randy George legte sein Amt damals mit sofortiger Wirkung nieder. Er war noch von Trumps Vorgänger Joe Biden nominiert worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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