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Triple-Traum zum Greifen nah: So kämpft sich der FC Bayern sensationell ins Pokalfinale

Was für ein Statement in Leverkusen: Die Bayern dominieren über weite Strecken und stehen erstmals seit 2020 wieder im DFB-Pokal-Finale. Doch ein Manko bleibt – bei der Chancenverwertung ließen sie überraschend viel liegen.

22.04.2026, 22:43 Uhr

Bayern zieht ins DFB-Pokalfinale ein und hält den Triple-Traum am Leben

Der FC Bayern München hat mit einem souveränen 2:0 bei Bayer Leverkusen das Finale des DFB-Pokals erreicht. Drei Tage nach dem Gewinn der 35. deutschen Meisterschaft setzte sich die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany im Halbfinale verdient durch und darf weiter vom Triple träumen.

Neben Meisterschaft und Pokal haben die Münchner auch in der Champions League weiter alle Chancen. Dort wartet im Halbfinale Paris Saint-Germain. Leverkusen dagegen beendet die erste Saison nach der Ära von Xabi Alonso ohne Pokalerfolg.

„Das war eine Top-Leistung vom Start bis zum Ende. Wir hätten mehr Tore erzielen können. Damit haben wir sie am Leben erhalten. Nach Berlin zu kommen, war vor der Saison ein großes Ziel. Wir haben noch einen Schritt zu gehen“, sagte Torschütze Harry Kane bei Sky. Kapitän Manuel Neuer ergänzte im ZDF: „Also ich hab‘ Berlin auf jeden Fall vermisst.“ Leverkusens Robert Andrich zeigte sich enttäuscht: „In der ersten Halbzeit haben wir gar kein Land gesehen, da war das einzig Positive, dass es nur 0:1 steht.“

Erstes Pokalfinale seit der Triple-Saison 2019/2020

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena brachte Kane die Gäste in der 22. Minute in Führung. In der Nachspielzeit erhöhte Luis Díaz auf 2:0 (90.+4). Damit steht Bayern erstmals seit sechs Jahren wieder im Endspiel des DFB-Pokals. 2020 holten die Münchner unter Hansi Flick sogar das Triple.

Wer am 23. Mai in Berlin der Gegner sein wird, entscheidet sich zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg.

Leverkusen muss sich nun in den verbleibenden vier Bundesliga-Partien auf den Kampf um die Champions-League-Plätze konzentrieren. Das Team von Trainer Kasper Hjulmand liegt aktuell auf Rang sechs und hat vier Punkte Rückstand auf einen Königsklassen-Platz.

Stimmungsvoller Fan-Empfang vor der BayArena

Schon vor dem Anpfiff war die besondere Pokalatmosphäre rund um das Stadion spürbar. Tausende Leverkusen-Fans empfingen den Mannschaftsbus mit einem Spalier, viel Rauch und Pyrotechnik.

Auf dem Rasen übernahmen aber sofort die Bayern die Kontrolle. Die Gäste hatten viel Ballbesitz, ließen den Ball sicher laufen und erspielten sich früh erste Chancen. Dayot Upamecano schoss über das Tor, Díaz und Kane scheiterten aus spitzem Winkel an Bayer-Keeper Mark Flekken. Neuer lobte den Leverkusener Schlussmann später ausdrücklich: „Wir hätten durchaus mehr Tore erzielen können, aber der Mann war richtig gut drauf.“

Kane sorgt für die verdiente Führung

Leverkusen hatte große Probleme mit dem hohen Pressing der Münchner und fand kaum Wege nach vorne. Die Führung für Bayern war deshalb folgerichtig. Jamal Musiala spielte den Ball von rechts flach in den Strafraum, Díaz ließ clever durch und Kane brachte den Ball trotz nicht perfekter Annahme präzise im Winkel unter.

Schon nach nicht einmal 25 Minuten stimmten die Bayern-Fans „FC Bayern, wir fahren nach Berlin“ an. Und ihre Mannschaft blieb am Drücker. Joshua Kimmich, Michael Olise und erneut Kane suchten den Abschluss, doch Flekken musste zunächst nicht entscheidend eingreifen. Trotzdem war Bayern so überlegen, dass Leverkusen offensiv praktisch nicht stattfand. Aus Münchner Sicht blieb zur Pause fast nur der Vorwurf, dass es lediglich 1:0 stand.

Tella prüft Neuer, Díaz entscheidet spät

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Bayern zunächst die klar bessere Mannschaft. Der auffällige Musiala überwand Flekken bereits mit einem Chip, doch Andrich rettete auf der Linie.

Erst danach kam Leverkusen etwas besser ins Spiel. Mit längeren Bällen versuchten sich die Gastgeber häufiger aus dem Münchner Forechecking zu lösen. Das gelang zumindest phasenweise. Nathan Tella zwang Neuer in der 52. Minute mit einem Distanzschuss zur ersten echten Parade des Abends. „Der hätte genau gepasst“, sagte der Bayern-Keeper danach.

Weil auf der anderen Seite sowohl Josip Stanisic als auch Kane am stark haltenden Flekken scheiterten, blieb die Begegnung trotz klarer Bayern-Vorteile lange offen. Wirklich nutzen konnte Leverkusen das aber nicht mehr. In der Nachspielzeit schloss Díaz einen Konter zum 2:0 ab und entschied die Partie endgültig. Danach wurde nicht mehr weitergespielt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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