Krause offen für weitere Brauereien auf dem Oktoberfest
Münchens künftiger Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) kann sich vorstellen, dass künftig weitere Münchner Brauereien auf dem Oktoberfest vertreten sind. Nach Angaben seines Sprechers steht es grundsätzlich allen Brauereien aus der Stadt offen, sich um eine Teilnahme an der Wiesn zu bewerben. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.
Schon im Kommunalwahlprogramm der Münchner Grünen war diese Haltung festgehalten worden. Darin hieß es, man sei bereit, neue Brauereien auf dem Oktoberfest zuzulassen, sofern diese tatsächlich Münchner Bier herstellen und die geltenden Voraussetzungen erfüllen.
Bürgerbegehren für Giesinger Bräu
Besonders aufmerksam dürfte die Aussage bei Giesinger Bräu verfolgt werden. Die Brauerei drängt seit Längerem auf eine Zulassung zum Oktoberfest und hat dafür ein Bürgerbegehren angestoßen.
Nach Angaben des Unternehmens haben inzwischen mehr als 17.000 Menschen unterschrieben. Für einen Bürgerentscheid, der eine Teilnahme von Giesinger Bräu ab 2027 ermöglichen soll, werden demnach insgesamt 40.000 Unterschriften benötigt.
Die von der Brauerei formulierte Frage für einen möglichen Bürgerentscheid lautet: „Bist Du dafür, dass die Landeshauptstadt München ab 2027 auch den Ausschank von Bier der Brauerei Giesinger Bräu auf dem Münchner Oktoberfest erlaubt?“
Sieben statt sechs Brauereien?
Eine zusätzliche Brauerei auf der Wiesn wäre ein erheblicher Einschnitt in die bisherige Tradition. Seit sehr langer Zeit dürfen dort ausschließlich sechs Brauereien ausschenken: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten.
Giesinger Bräu sieht sich inzwischen ebenfalls als Münchner Brauerei, nachdem das Unternehmen dank eines Tiefbrunnens auf Münchner Stadtgebiet sein Produkt offiziell als Münchner Bier bezeichnen darf. Damit will die Brauerei nun auch auf dem Oktoberfest vertreten sein. Nach eigener Darstellung scheitert dies bislang an Vorgaben der Stadt.
Widerspruch von Wiesn-Chef Scharpf
Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) hatte diese Darstellung zuletzt deutlich kritisiert. Er betonte, die Brauerei könne wie jeder andere Beschicker auch einfach einen Antrag stellen. Die Stadt könne diesen dann prüfen und bewerten. Einen entsprechenden Antrag von Giesinger Bräu habe es bisher jedoch nicht gegeben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion