Tödlicher Wanderunfall in Südtirol
In Südtirol ist eine deutsche Urlauberin bei einer Bergtour tödlich verunglückt. Nach Angaben der italienischen Bergrettung stürzte die etwa 60 Jahre alte Frau rund 200 Meter in die Tiefe.
Sie war mit einer Gruppe von ungefähr zehn Personen auf dem Tiroler Höhenweg im Passeiertal unterwegs. Die Wanderer hatten in der Planhütte auf etwa 1.600 Metern Höhe übernachtet und waren zu einer mehrtägigen Tour aufgebrochen. Der Unfall ereignete sich am Morgen etwa 30 Minuten nach dem Start. Warum die Frau abstürzte, ist bislang unklar.
Ein Teilnehmer der Gruppe setzte gegen 8.45 Uhr den Notruf ab. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät; sie starb noch am Unfallort. Im Einsatz waren auch Rettungskräfte mit einem Hubschrauber. Genauere Angaben zu ihrer Identität machten die Behörden zunächst nicht.
Die Planhütte gilt als beliebter Ausgangspunkt für alpine Unternehmungen. Die übrigen Wanderer wurden nach dem Unglück psychologisch betreut.
Es war bereits der zweite tödliche Bergunfall in der Region innerhalb kurzer Zeit. Schon am Vortag war dort ein 80 Jahre alter Mann nach einem Sturz ums Leben gekommen. Südtirol, die nördlichste Region Italiens mit stark deutschsprachiger Prägung, zählt zu den gefragtesten Reisezielen in den Alpen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber