Trotz des Ausscheidens im DFB-Pokal gegen den FC Bayern sieht Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand den Münchnern in der Champions League wohlwollend entgegen — auch aus nachvollziehbarem Eigeninteresse. Nach dem 0:2 im Halbfinale sagte er, dass Erfolge der Bayern auf internationaler Ebene dem deutschen Fußball insgesamt helfen würden. Entsprechend hoffe man in Leverkusen, dass der Rekordmeister in der Königsklasse weiter punktet.
Der Grund liegt im Rennen um die europäischen Startplätze: Durch den Halbfinal-Einzug der Bayern hat die Bundesliga im Vergleich zu Spanien im Kampf um einen zusätzlichen fünften Champions-League-Platz wieder etwas Boden gutgemacht. Für Bayer Leverkusen ist das relevant, denn in den letzten vier Ligaspielen geht es darum, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Derzeit liegt die Werkself auf Platz sechs — zwei Zähler hinter Rang fünf und vier Punkte hinter Platz vier.
Derby in Köln wird richtungsweisend
Allerdings ist auch klar, dass Bayern allein den zusätzlichen Startplatz kaum sichern kann. Dafür bräuchte es wohl weitere Unterstützung deutscher Clubs, etwa vom SC Freiburg in der Europa League, oder schwächere Resultate der spanischen Teams, die aktuell noch leicht im Vorteil sind. Am liebsten würde Leverkusen die Qualifikation ohnehin ohne fremde Hilfe schaffen und sich den Einzug aus eigener Kraft sichern.
Die nächste Gelegenheit, im Endspurt wichtige Punkte zu holen, bietet sich bereits am Samstag um 15.30 Uhr im Derby beim 1. FC Köln. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes machte deutlich, worauf es jetzt ankommt: Das Pokal-Aus müsse schnell verarbeitet werden, damit die Mannschaft den Fokus vollständig auf die verbleibenden vier Spiele richten könne. Mit der richtigen Energie, so seine Überzeugung, sei die Champions-League-Qualifikation weiterhin erreichbar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion