Der 1. FC Heidenheim darf in der Fußball-Bundesliga weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Mit dem 2:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli verkürzte das Schlusslicht den Abstand auf die Hamburger auf nur noch vier Punkte und verschärfte damit zugleich die Lage des direkten Konkurrenten.
Vor 15.000 Zuschauern brachte Budu Siwsiwadse die Gastgeber schon in der 3. Minute in Führung. In der Schlussphase sorgte Eren Dinkci mit dem zweiten Treffer (82.) für die Entscheidung. Für St. Pauli setzt sich damit die schwache Phase fort: Der Tabellensechzehnte wartet seit Ende Februar auf einen Sieg und steht bei noch drei verbleibenden Spielen massiv unter Druck.
Eine Niederlage hätte für Heidenheim den sicheren Abstieg nach drei Jahren im Oberhaus bedeutet. Entsprechend groß war die Bedeutung der Partie. Trainer Frank Schmidt hatte vor dem Spiel betont, dass nur ein Erfolgserlebnis helfen könne.
Heidenheim legt stark los
Die Heidenheimer starteten mit viel Tempo und Entschlossenheit. Dinkci hatte direkt die erste Möglichkeit, wenig später war Siwsiwadse nach einer Ecke zur Stelle und traf früh zum 1:0.
St. Pauli wollte nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen unbedingt eine Reaktion zeigen. Trainer Alexander Blessin hatte angekündigt, seine Mannschaft werde bis zum letzten Spieltag alles investieren und auch Rückschläge wegstecken.
Hamburg kommt kaum gefährlich vor das Tor
Nach dem frühen Rückstand brauchten die Gäste einige Minuten, um in die Partie zu finden. Danach setzte St. Pauli Heidenheim zwar phasenweise unter Druck, doch zwingende Torchancen blieben selten. Am gefährlichsten wurde ein Solo von Andreas Hountondji in der 24. Minute.
Immer wieder fehlte den Hamburgern im letzten Drittel die Präzision. Viele Angriffe versandeten, weil der letzte Pass nicht ankam. Auch Blessin zeigte sich an der Seitenlinie mit dem Auftritt seiner Mannschaft sichtlich unzufrieden. Ein Abschluss von Arkadiusz Pyrka, der kurz vor der Pause neben das Tor ging, änderte daran nichts.
Dinkci entscheidet die Partie
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Pauli vor dem Tor zu harmlos. Danel Sinani traf nur das Außennetz (50.), Hountondji scheiterte kurz darauf an Heidenheims Keeper Diant Ramaj (54.). Danach fehlte den Gästen erneut die Durchschlagskraft, auch personelle Wechsel brachten keinen Umschwung.
Heidenheim verteidigte konzentriert bis zum Schlusspfiff und setzte in der 82. Minute mit einem sehenswert abgeschlossenen Konter durch Dinkci den Schlusspunkt. Es war erst der fünfte Saisonsieg für den FCH – und zugleich das erste Spiel in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor.
Mit diesem Erfolg geht Heidenheim mit neuem Selbstvertrauen in den Saisonendspurt, während St. Pauli im Abstiegskampf weiter um den Klassenerhalt bangen muss.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion