Bayern

Wiesn-Zoff vor Gericht

Wiesn-Zoff kurz vor dem Start: Wer bekommt künftig die begehrten Zelte? Jetzt entscheidet ausgerechnet das Gericht.

11.09.2026, 03:30 Uhr

Streit um die Wiesn-Zelte landet vor Gericht

Kurz vor Beginn des diesjährigen Münchner Oktoberfests wird juristisch über ein zentrales Thema des Volksfests gestritten: Wer darf am lukrativen Geschäft mit den großen Bierzelten teilnehmen, und nach welchen Regeln werden die Plätze vergeben?

Vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht geht es um eine brisante Klage gegen das bisherige Zulassungsverfahren der Stadt München. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Vergabe der begehrten Großzelte an Wiesn-Wirte rechtmäßig erfolgt. Bislang entschied im Wesentlichen ein Punktesystem, bei dem in der Praxis meist Münchner oder bayerische Wirte zum Zug kamen.

Kommt eine europaweite Vergabe?

Der Wirt Alexander Egger will erreichen, dass die großen Festzelte nicht länger nach den bisherigen städtischen Regeln vergeben werden, sondern nach europäischem Vergaberecht. Konkret fordert er eine entsprechende Prüfung für das Schottenhamel-Festzelt, in dem traditionell das erste Fass angestochen wird, sowie für das Paulaner-Festzelt.

Sollte das Gericht seiner Klage folgen, könnte das weitreichende Folgen haben: Die Plätze für die großen Zelte müssten dann voraussichtlich europaweit ausgeschrieben werden. Damit stünden auch die bisherigen Auswahlkriterien für die Wiesn insgesamt auf dem Prüfstand.

Egger hatte in der Vergangenheit bereits ein kleineres Zelt auf dem Oktoberfest betrieben, war mit seiner Bewerbung um ein großes Festzelt jedoch gescheitert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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