Bayern

Weltpremiere: Dietls «Münchner im Himmel»

Helmut Dietl prägte Münchens TV-Mythos – jetzt wagt sein Sohn den großen Wurf. Kann er an diese Legende anknüpfen?

07.05.2026, 02:27 Uhr

Münchner Filmpremiere feiert David Dietls Hommage an die Stadt

Wie mag der Himmel für jemanden aussehen, der sein Leben in München verbracht hat? Mit solchen Gedanken spielt David Dietl in seinem neuen Film „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang“, der bei seiner Weltpremiere in München viel Applaus erhielt.

In den Spuren von Helmut Dietl

Mit dem Film knüpft Dietl an das Werk seines Vaters Helmut Dietl an, der mit Produktionen wie „Kir Royal“, „Monaco Franze“ und „Rossini“ das Bild Münchens im Film und Fernsehen geprägt hat.

Der Sohn erzählt nun von einem Mann, der sich mit dem Tod nicht abfinden will und wenig Interesse am himmlischen Paradies hat – nicht zuletzt, weil das Oktoberfest vor der Tür steht. Grundlage ist der berühmte Kurzfilm von 1962 nach einer Vorlage von Ludwig Thoma, den Dietl nun zu einem Kinofilm erweitert hat. Produzent Max Wiedemann bezeichnete das Werk bei der Premiere als „bayerisches Märchen“.

Erleichterung nach der Vorführung

Wie Dietl nach der Aufführung sagte, beschäftige ihn der Stoff bereits seit mehr als zehn Jahren. Entsprechend groß sei nun seine Erleichterung. Mit Blick auf den FC Bayern äußerte er zudem die Hoffnung auf „elf Münchner im siebten Himmel“ – in Anspielung auf ein mögliches Champions-League-Finale, das sich später am Abend jedoch erledigte.

Einen kleinen unangenehmen Moment gab es bei den Danksagungen: Dietl wollte sich besonders bei Heiner Lauterbach bedanken und bat ihn auf die Bühne – doch der Schauspieler war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr da.

Roter Teppich und prominente Gäste

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Cathy Hummels, die sich als Interviewerin auf dem roten Teppich kurzerhand hinlegte. Unter den Gästen waren neben Lauterbach und Hauptdarsteller Maximilian Brückner auch weitere bekannte Namen wie Veronica Ferres.

Eine besondere Rolle spielte bei der Premiere auch die Eisbachwelle. Das bekannte Münchner Wahrzeichen ist im Film noch zu sehen, obwohl es inzwischen seit Monaten nicht mehr existiert. Sollte sie nicht zurückkehren, könne man sie wenigstens noch im Kino erleben, sagte Dietl.

Die Komödie startet am 14. Mai in den Kinos.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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