Bayern

Tragödie auf der A3 bei Nittendorf: Drei Tote

Tödlicher A3-Unfall bei Regensburg: Ein Auto wird von der Fahrbahn geschleudert – warum für drei Männer jede Hilfe zu spät kam.

06.08.2026, 09:27 Uhr

Bei einem schweren Unfall auf der A3 bei Nittendorf im Landkreis Regensburg sind am Morgen drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam ihr Auto gegen 7.00 Uhr ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs nach rechts von der Fahrbahn ab, rutschte über eine Böschung und wurde auf eine Bahnstrecke geschleudert.

Dort kam es zwar zu keinem Zusammenstoß mit einem Zug, die Insassen erlitten jedoch so schwere Verletzungen, dass sie trotz der Bemühungen der Rettungskräfte noch an der Unfallstelle starben.

Stau im Berufsverkehr und Sperrungen

Der Unfall hatte erhebliche Folgen für den Verkehr. Wegen der Bergungsarbeiten wurden die Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg sowie die A3 in Fahrtrichtung Nürnberg, die die Gleise an der Stelle quert, vorübergehend komplett gesperrt.

Laut Polizei staute sich der Verkehr im Berufsverkehr deutlich zurück. Deshalb wurden Fahrzeuge bereits an der Ausfahrt Sinzing von der Autobahn geleitet. Am Nachmittag wurde die A3 wieder freigegeben.

Aufwendige Bergung des Wracks

Die Bergung des völlig demolierten Autos gestaltete sich nach Polizeiangaben besonders aufwendig. Das Wrack wurde schließlich mit einem Kran auf die über den Gleisen verlaufende Autobahnbrücke gehievt.

Wie es genau zu dem Unfall kam und wie das Fahrzeug auf den Gleisen landen konnte, ist weiterhin unklar. Ein unfallanalytischer Gutachter wurde hinzugezogen. Auch zum Alter der drei Todesopfer lagen zunächst keine Angaben vor.

Oberleitung beschädigt – Zug evakuiert

Bei dem Unfall wurde außerdem die Oberleitung an der Bahnstrecke beschädigt. Dadurch strandete ein Zug in Regensburg, weil er stromlos wurde. Nach Polizeiangaben befanden sich rund 80 Passagiere an Bord.

Für die Reisenden wurde auf einem zweiten Gleis ein anderer Zug bereitgestellt, in den sie umsteigen konnten. Der betroffene und evakuierte Zug des Bahnunternehmens Agilis wurde anschließend abgeschleppt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen