Bayern

ICE-Tür springt während der Fahrt auf – Stopp im Tunnel

Schockmoment im ICE: Bei 200 km/h springt in Unterfranken plötzlich eine Tür auf – dann beginnt nachts ein dramatischer Sucheinsatz.

02.09.2026, 07:53 Uhr

Bei einer Fahrt durch Unterfranken hat sich an einem ICE bei rund 200 Kilometern pro Stunde aus bislang ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet. Der Lokführer stoppte den Schnellzug daraufhin sofort, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt im Landkreis Main-Spessart zum Stehen. Verletzt wurde niemand.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend auf der Strecke von München nach Dortmund. An Bord des betroffenen ICE 528 waren 238 Reisende.

Weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden sein könnte, suchten Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den Streckenabschnitt vor dem Schönraintunnel umfassend ab. Zum Einsatz kamen unter anderem eine Drohne, eine Hundestaffel, ein Hubschrauber und Wärmebildtechnik.

Die Suche war wegen der Dunkelheit und des unwegsamen Geländes besonders aufwendig. Gefunden wurde jedoch niemand. Nach Angaben der Bundespolizei sollte der Bereich am Vormittag erneut abgesucht werden.

Der ICE wurde anschließend zur weiteren Klärung des Vorfalls in den Bahnhof Lohr am Main gebracht. Dort konnten die Fahrgäste den Zug verlassen und wurden von Hilfskräften versorgt.

Die Passagiere aus dem hinteren Zugteil, in dem sich die Tür geöffnet hatte, wurden von der Polizei befragt, ob sie Beobachtungen gemacht hatten. Außerdem wurde das Gepäck den Reisenden zugeordnet, um zu prüfen, ob womöglich Gepäckstücke aus dem Zug gefallen sein könnten.

Die Bahnstrecke am Einsatzort wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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