Zwei Rotmilane bei Olching mit Carbofuran vergiftet
Im Bereich Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck sind zwei Rotmilane durch das Nervengift Carbofuran getötet worden. Das teilte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürstenfeldbruck nach Abschluss der Untersuchungen mit. Die beiden Greifvögel waren bereits Anfang Mai tot entdeckt worden.
Nach Angaben der Behörde werden derzeit außerdem mehrere tote Krähen daraufhin überprüft, ob auch sie vergiftet wurden.
Carbofuran ist in der Europäischen Union seit 2008 verboten. Der Stoff gilt als hochgefährlich für Menschen und Tiere und kann sogar über die Haut in den Körper gelangen. Das Landratsamt warnt deshalb davor, tote Vögel oder verdächtige Substanzen zu berühren. Kinder und Hunde sollten von möglichen Fundstellen ferngehalten werden.
Wer einen solchen Fund macht, soll den Ort dokumentieren und sofort die Polizei sowie die Plattform Tatort-Natur verständigen.
Die Untersuchungen an den Rotmilanen erfolgten gemeinsam mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) am Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Fakultät der Universität München.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion