Der Saurüsselkopf in den Chiemgauer Bergen bleibt nach dem wochenlangen Waldbrand weiterhin gesperrt. Wie die Gemeinde Ruhpolding mitteilte, haben Polizeihubschrauber in den vergangenen Tagen mit Wärmekameras erneut versteckte Glutnester entdeckt. Zwar sinkt die Zahl der täglich gefundenen Glutstellen inzwischen leicht, doch nach Einschätzung der Gemeinde besteht weiterhin Brandgefahr.
Die neu entdeckten Glutnester liegen demnach oft tief im Inneren von dicken Baumstämmen oder Wurzelstöcken, teilweise sogar unter der Erde. Deshalb lassen sie sich mit Wärmebildkameras nicht immer sofort aufspüren, solange die Hitze noch nicht bis an die Oberfläche gelangt ist. Auch die Regenfälle der vergangenen Tage konnten nicht alle Glutnester vollständig löschen.
Betretungsverbot wird kontrolliert
Die Polizei überwacht weiterhin das Betretungsverbot an dem 1.270 Meter hohen Berg. Die Gemeinde warnt dabei nicht nur vor möglichen neuen Bränden, sondern auch vor abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen.
Das Feuer in dem schwer erreichbaren Gebiet war Anfang Mai entdeckt worden. Kurz darauf wurde der Katastrophenfall ausgerufen, der seit vergangenem Dienstag wieder aufgehoben ist. Laut Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) zählt der Brand zu den größten Waldbränden der vergangenen Jahrzehnte in Bayern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion