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Ferienstart in Bayern: Was Reisende jetzt wissen müssen

Ferienstart mit Stau, Zugchaos und vollen Flügen? Diese einfachen Tricks können Ihnen die Urlaubsreise retten.

27.07.2026, 04:00 Uhr

Ferienstart in Bayern: So lassen sich Reisewege entspannter planen

Mit dem Beginn der Sommerferien in Bayern startet auch die reisestärkste Zeit des Jahres. Ob mit Auto, Bahn oder Flugzeug: Urlauberinnen und Urlauber müssen sich auf volle Straßen, gut ausgelastete Züge und viel Betrieb an den Flughäfen einstellen. Mit guter Vorbereitung lässt sich der Reisestress aber zumindest etwas reduzieren.

Viel Verkehr auf den Straßen erwartet

Schon ab Freitag, 31. Juli, dürfte es auf vielen Autobahnen eng werden. Nach Einschätzung des ADAC Südbayern müssen vor allem Reisende, die zum Ferienauftakt aus Bayern in südliche Urlaubsregionen aufbrechen, Geduld mitbringen.

Wer über den Fernpass in Tirol fahren möchte, sollte den Samstag, 1. August, möglichst meiden. Dort ist wegen einer Demonstration zwischen 9.45 Uhr und 12.00 Uhr erneut eine Vollsperrung angekündigt. Nach Einschätzung von ADAC und Polizei werden an diesem Tag voraussichtlich auch alternative Strecken stark überlastet sein. Wirklich staufrei dürfte es daher kaum werden, solange das erste Ferienwochenende noch läuft.

Besonders hoch ist die Staugefahr in Bayern laut ADAC auf folgenden Strecken:

  • A3 zwischen Regensburger Kreuz und Passau
  • A7 von Ulm Richtung Füssen und Reutte
  • A8 zwischen München und Salzburg
  • A93 vom Inntaldreieck bei Rosenheim bis Kufstein
  • A95 von München nach Garmisch-Partenkirchen
  • A99 im Raum München

Zusätzliche Baustellen, etwa an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn, verschärfen die Situation weiter. Der ADAC rät deshalb, ausreichend Getränke und Verpflegung mitzunehmen und regelmäßige Pausen einzuplanen. Wichtig: Weder Kinder noch Haustiere sollten bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden, da dies schnell gefährlich werden kann.

Flughafen München bei Nacht
Am Flughafen München werden in den Sommerferien über sechs Millionen Reisende erwartet. (Archivbild) Quelle: Felix Hörhager/dpa

Auch am zweiten Ferienwochenende rund um Mariä Himmelfahrt rechnet der ADAC erneut mit dichtem Verkehr.

Bahnfahrten: Reservierung wird empfohlen

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind zum Ferienbeginn vor allem Verbindungen zwischen großen Städten wie München und Berlin oder Frankfurt und Köln stark gefragt. Auch Züge in klassische Urlaubsregionen an Nord- und Ostsee sowie in die Alpen dürften deutlich voller sein als üblich, besonders zu Ferienanfang, Ferienende und an Wochenenden.

Reisenden wird daher geraten, frühzeitig einen Sitzplatz zu reservieren. Wer sich über Zuglauf und Pünktlichkeit informieren oder den besten Standort am Bahnsteig finden möchte, sollte den DB Navigator nutzen. Dort lässt sich unter „Optionen“ auch mehr Zeit für Umstiege einstellen.

Weniger Einfluss haben Fahrgäste auf baustellenbedingte Einschränkungen. So fallen während der Ferien auf der Strecke zwischen München, Nürnberg und Berlin wegen Brückenarbeiten im Raum Erfurt einzelne Züge aus. Zudem bleibt die Verbindung zwischen Regensburg und Passau bis Dezember wegen einer Generalsanierung gesperrt.

Zwischen Regensburg und Nürnberg soll der Zugverkehr zum Ferienbeginn zwar wieder anlaufen, allerdings erst am Abend des Freitags, 31. Juli. Wer direkt nach Schulschluss abreisen will, muss daher zunächst noch auf Ersatzbusse ausweichen.

Flughäfen rechnen mit Millionen Passagieren

An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen werden in den Sommerferien zusammen mehr als sieben Millionen Reisende erwartet. Besonders beliebt sind klassische Mittelmeerziele wie Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und die Türkei. Allein vom Flughafen München aus sind rund 15.700 Flüge in diese Länder geplant – mehr als ein Drittel aller dort in den Ferien angemeldeten Starts.

In Nürnberg wird der größte Andrang zum Ferienbeginn am Montag, 3. August, sowie an den letzten beiden Ferienwochenenden am 7. und 14. September erwartet. An diesen Tagen rechnet der Flughafen jeweils mit rund 20.000 Passagieren.

Dort könnten die Kontrollen allerdings zügiger ablaufen: Dank neuer CT-Scanner müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte nicht mehr aus dem Handgepäck genommen werden. In München ist diese Technik bislang noch nicht an allen Sicherheitskontrollen im Einsatz. Um Wartezeiten zu verkürzen, empfiehlt sich in jedem Fall ein Online-Check-in vor der Anreise zum Flughafen.

Der Flughafen Memmingen rät dazu, zwei bis drei Stunden vor dem Abflug vor Ort zu sein. Für Reisen in Nicht-Schengen-Staaten sollte wegen des neuen Ein- und Ausreisesystems der EU zusätzliche Zeit eingeplant werden.

Früher in den Urlaub? Schulschwänzen kann teuer werden

Wer aus Vorfreude oder aus Kostengründen darüber nachdenkt, schon vor Ferienbeginn in den Urlaub zu starten und dafür die Schule ausfallen zu lassen, geht ein Risiko ein. Bayerische Polizeikräfte kontrollieren an Flughäfen regelmäßig, ob die Schulpflicht eingehalten wird, und prüfen Verdachtsfälle notfalls direkt vor Ort. Bei Verstößen können Bußgelder fällig werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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