Bayern

Darum heißen Bayerns Babys jetzt Felix und Sophia

Felix und Sophia führen Bayerns Babycharts an – doch ein Traditionsname ist plötzlich raus. Was wurde aus Maximilian und Katharina?

09.06.2026, 13:53 Uhr

Felix und Sophia bleiben in Bayern die beliebtesten Babynamen

Felix und Sophia führen in Bayern auch 2025 wieder die Liste der beliebtesten Vornamen für Neugeborene an. Das geht aus einer Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hervor. Bereits im Vorjahr hatten diese beiden Namen im Freistaat an der Spitze gestanden.

Bei den Jungen folgen dahinter Noah und Elias. Noah ist damit zwar bundesweit die Nummer eins, in Bayern reicht es jedoch nur für Rang zwei. Bei den Mädchen schließen sich Emma und Emilia an – anders als 2024 allerdings in vertauschter Reihenfolge.

Maximilian fällt aus den Top Ten

Auffällig ist der Absturz von Maximilian. Der traditionsreiche und in Bayern lange besonders geschätzte Name hatte 2024 noch Platz drei belegt, schaffte es 2025 aber nicht einmal mehr unter die zehn häufigsten Erstnamen. Die weiteren Plätze bei den Jungen gehen an Leon, Leo, Lukas, Jakob, Anton, Louis und Paul.

Bei den Mädchen folgen auf den vorderen Plätzen Hanna, Marie, Leonie, Lina, Klara, Mia und Louisa. Auch Katharina, einst ein häufiger Vorname, ist in dieser Spitzengruppe nicht mehr vertreten.

Tradition lebt bei Zweitnamen weiter

Ganz verschwunden ist das Traditionelle in Bayern aber nicht. Nach Angaben der GfdS sind kurze Erstnamen derzeit besonders gefragt. Bei Zweitnamen greifen viele Eltern dagegen gern zu längeren und klassischeren Varianten.

Gerade bei den weiteren Vornamen zeigen sich im Süden Deutschlands viele alte Favoriten. Bei Jungen steht Josef beziehungsweise Joseph weit oben – ein Name, der besonders in katholisch geprägten Gegenden verbreitet ist. Dahinter folgen Alexander und auf Platz drei auch wieder Maximilian.

Illustration Josefitag
Der traditionsreiche Name Josef hat sogar einen eigenen Festtag mit speziell gebrautem Bier – den Josefitag. (Symbolbild) Quelle: Stephan Jansen/dpa

Bei den Mädchen tauchen unter den häufigen Zweitnamen ebenfalls klassische Namen auf, darunter Anna auf Rang vier, Elisabeth auf Platz sechs sowie Katharina oder Catharina auf Rang sieben.

Regionale Daten nur teilweise bayerisch

Für die Zweitnamen gibt es laut GfdS allerdings keine gesonderte Bayern-Auswertung. Stattdessen basiert die Statistik auf der Region Süd, zu der auch Teile von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zählen. Einige bayerische Landkreise – darunter Würzburg, Bamberg, Hof und Aschaffenburg – sind dabei nicht erfasst.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht seit 1977 jedes Jahr eine Übersicht der meistvergebenen Vornamen in Deutschland. Für die aktuelle Erhebung wurden Daten von rund 750 Standesämtern ausgewertet, die zusammen knapp 830.000 Namenseinträge übermittelten. Nach Angaben der GfdS deckt die Statistik damit rund 91 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland vergebenen Vornamen ab.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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