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Warum diese Brüder plötzlich nach Frankreich dürfen

Nach dem Schock in Portugal sollen die Brüder zurück nach Frankreich – doch wer bekommt sie jetzt? Darf der leibliche Vater hoffen?

26.05.2026, 17:33 Uhr

Rückkehr nach Frankreich für ausgesetzte Brüder genehmigt

Die beiden vier und fünf Jahre alten Brüder, die in Portugal von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zurückgelassen worden sein sollen, dürfen in ihre Heimat Frankreich zurückkehren. Nach Angaben des Familien- und Jugendgerichts von Santiago do Cacém im Bezirk Setúbal haben die französischen Justizbehörden im Rahmen der Zusammenarbeit beider Länder vorläufig entschieden, die Kinder den Sozialdiensten von Colmar anzuvertrauen.

Gleichzeitig werde geprüft, ob Verwandte oder andere geeignete Personen die Betreuung der Jungen übernehmen können. Auch der leibliche Vater hofft auf ein baldiges Wiedersehen. Nach der Trennung von der Mutter war ihm jedoch nur ein eingeschränktes und überwachtes Umgangsrecht eingeräumt worden. Laut französischen Medien geht er im Zusammenhang mit einem Sorgerechtsstreit gegen diese Regelung gerichtlich vor. Warum sein Besuchsrecht eingeschränkt wurde, ist bislang nicht bekannt.

Mutter und Stiefvater in Haft

Seit vergangenem Dienstag, als ein Autofahrer die weinenden Kinder an einer Landstraße entdeckte und in Sicherheit brachte, leben die Brüder bei einer französischsprachigen Pflegefamilie. Die Mutter und der Stiefvater befinden sich in Untersuchungshaft. Die Hintergründe, warum die Kinder ausgesetzt wurden, sind weiterhin ungeklärt. Die Familie hatte zuvor im elsässischen Colmar gelebt, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Dort hatte die Mutter das Sorgerecht.

Der Vater erklärte dem regionalen Sender Ici Alsace TV, dass er damit rechne, seine Kinder schon in wenigen Tagen wiederzusehen. Er wolle die Behörden arbeiten lassen und auf deren Zustimmung warten, um die Jungen abzuholen. Sein Telefon liege derzeit ständig griffbereit neben ihm. Nach den belastenden Erlebnissen müssten die Kinder nun erst einmal zur Ruhe kommen. Trotz der Schwere des Vorfalls und des großen Schocks wolle er nicht mit Hass oder Beleidigungen reagieren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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