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Polizei schockt mit 6.812 Zweirad-Verstößen

Zweiräder bringen Freiheit – doch viele gehen zu weit: Eine große Polizeikontrolle deckt alarmierend viele Verstöße auf.

30.04.2026, 15:56 Uhr

Bayern: Bei Schwerpunktkontrollen wird rund jeder zweite Zweiradfahrer beanstandet

Bei einer landesweiten Kontrollaktion der bayerischen Polizei ist am 28. April bei etwa jeder zweiten Überprüfung von Motorrad- und anderen Zweiradfahrern ein Verstoß festgestellt worden. Wie das Innenministerium in München mitteilte, wurden bei rund 13.400 Kontrollen insgesamt 6.812 Beanstandungen registriert.

Zu den häufigsten Delikten zählten 604 Rotlichtverstöße, 616 Fälle von Ablenkung – etwa durch die Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer – sowie 344 Verstöße gegen die Fahrtüchtigkeit, beispielsweise unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Rund 1.700 Einsatzkräfte beteiligt

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, Zweiräder wie Motorräder, Fahrräder oder E-Scooter würden als Alternative zum Auto immer beliebter. Deshalb sei es umso wichtiger, dass alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam unterwegs seien, Rücksicht nähmen und Verantwortung füreinander trügen. Die Polizei in Bayern werde Verkehrsverstöße auch künftig konsequent verfolgen.

An der Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick“ waren nach Angaben des Ministeriums bayernweit fast 1.700 Polizistinnen und Polizisten beteiligt.

Unfallzahlen zeigen hohes Risiko für Zweiradfahrer

Die Unfallstatistik macht deutlich, dass Motorradfahrer weiterhin besonders gefährdet sind. Im Jahr 2025 erfasste die Polizei 8.035 Motorradunfälle, nach 8.102 im Jahr 2024. Die Zahl der Verletzten lag bei 6.981, im Vorjahr waren es 7.014. In beiden Jahren kamen jeweils 104 Motorradfahrer ums Leben.

Bei den Radfahrern ging die Zahl der Todesopfer nach mehreren Jahren mit steigenden Werten zuletzt zurück. 2025 starben 82 Radfahrer, zwölf weniger als 2024 mit 94 Getöteten. Von den Todesopfern waren 39 mit einem Pedelec unterwegs, im Vorjahr waren es 42.

Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der Fahrradunfälle leicht an. 2025 registrierte die Polizei rund 19.800 Unfälle mit Fahrrädern, nach 19.264 im Jahr zuvor. Dabei wurden 18.451 Radfahrer verletzt, 2024 waren es 17.857.

Auch bei E-Scootern nahm die Zahl der Unfälle zu: 2025 wurden 2.534 entsprechende Verkehrsunfälle gezählt, nach 1.905 im Vorjahr. 2.053 E-Scooter-Fahrer wurden verletzt. Wie schon 2024 kamen erneut zwei Fahrer ums Leben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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