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«München Mord»: Alexander Held in einer seiner letzten Rollen

Letzte Folgen mit Alexander Held: Bei München Mord verändert ein Todesfall alles – und eine Schlüsselfigur ist schon ersetzt.

15.08.2026, 09:03 Uhr

Veränderungen bei „München Mord“: Neue Chefin, Abschiede und offene Fragen

Die ZDF-Reihe „München Mord“ bleibt ihrem Grundprinzip mit drei Ermittlern treu, doch für das Publikum stehen spürbare Änderungen an. Nach dem Tod von Alexander Held im Mai ist noch unklar, wie die Serie seine Figur in künftigen Filmen ersetzen oder verabschieden wird. Eine der letzten Episoden mit Held ist bereits im Streaming-Angebot des ZDF abrufbar und läuft am 22. August um 20.15 Uhr im Fernsehen.

Eva Karl Faltermeier übernimmt als neue Vorgesetzte

Zugleich markiert die Folge einen weiteren Einschnitt: Christoph Süß ist nach zwölf Jahren nicht mehr als Kriminaloberrat Helmut Zangel dabei. Er hat die Produktion aus privaten Gründen verlassen. Neu im Ensemble ist dafür Eva Karl Faltermeier, die viele bislang vor allem aus dem bayerischen Kabarett kennen. In „Die Stadt, die es nicht gibt“ spielt sie Kriminaloberrätin Linda Hösl, die fortan das Ermittlerteam leitet.

Schon ihr erster Auftritt sorgt für einen komischen Moment: Hösl platzt verspätet in eine wenig begeisternde Geburtstagsfeier hinein und hält den Applaus nach einer Rede irrtümlich für eine Begrüßung ihrer Person. Kommissar Harald Neuhauser fragt irritiert, wer die Frau überhaupt sei.

Ein holpriger Start im Kommissariatskeller

Auch die nächste Begegnung mit dem Trio läuft unerquicklich. Hösl erscheint im Kellerbüro der Ermittler und schickt sie ohne Umschweife zu einem Leichenfund. Angelika Flierl reagiert verwundert, weil niemand im Team weiß, wer da gerade Anweisungen erteilt. Erst dann wird klar: Die Kommissare haben einen entsprechenden Eintrag im Intranet übersehen, und persönlich informiert hat sie offenbar ebenfalls niemand.

Alexander Held
Der Schauspieler Alexander Held ist im Mai 2026 im Alter von 67 Jahren gestorben. (Archivbild) Quelle: Henning Kaiser/dpa

Für einen der typischen Sätze der Serie sorgt dabei Ludwig Schaller, gespielt von Alexander Held. Mit trockenem Humor stellt er fest, dass manche Informationen in diesem Haus den Weg in den Keller offenbar nicht finden.

Gerade solche Szenen machen den Reiz von „München Mord“ aus. Die Reihe ist nicht nur Krimi, sondern lebt auch von schwarzem Humor und eigenwilligen Dialogen. Schaller ist der schrullige, zugleich feinsinnige Kopf des Teams, Angelika Flierl die bisweilen gestresste Ermittlerin und Harald Neuhauser der direkte Pragmatiker.

Der Fall: Tote nach einer 80er-Party

Inhaltlich dreht sich die Folge um eine ausgelassene Mottoparty im Stil der 80er Jahre. Am Tag danach werden mehrere Menschen mit Alkoholvergiftung sowie eine ermordete Frau entdeckt. Die Ermittlungen beginnen im völligen Durcheinander, denn kaum jemand von den Gästen kann sich noch an die Nacht erinnern.

Auch die Spurensicherung hat zunächst wenig Handfestes. Der Tatort bietet ein chaotisches Bild, und zur Todesursache scheint anfangs alles möglich. Zwar gerät bald ein möglicher Täter in den Fokus, doch selbst dieser kann nicht sicher sagen, ob er die junge Frau tatsächlich umgebracht hat.

Rätsel um Familie, Erbe und ein Rockstar-Gerücht

Einfacher wird es für die Kommissare im Umfeld des Opfers ebenfalls nicht. Dort prallen alte Beziehungen, Erbfragen und verschiedene dubiose Figuren aufeinander. Ein Ex-Partner der Mutter möchte ein Haus zurück, das die Tote erst kürzlich geerbt hatte. Zudem gibt es einen entfernten Cousin, eine enge Freundin mit Mutterrolle und weitere skurrile Bekanntschaften.

Die neue Chefin Hösl zeigt sich unterdessen skeptisch, ob das Trio einen derart verwickelten Mordfall überhaupt stemmen kann. Die Ermittler reagieren entsprechend entnervt und fragen sich, wie sie ihre neue Vorgesetzte einordnen sollen.

Im Verlauf des Falls kommt ein weiteres kurioses Gerücht ans Licht: Angeblich könnte ein weltberühmter Popstar in den 80er Jahren in München ein Kind gezeugt haben. Die Getötete, Nora, soll dieser Geschichte nachgegangen sein. Damit bekommt der Fall noch eine zusätzliche, überraschende Richtung.

So soll es mit der Reihe weitergehen

Wie das ZDF auf Anfrage mitteilte, wird „München Mord“ fortgesetzt. Zwei weitere Filme mit Alexander Held sollen voraussichtlich noch bis Ende des Jahres ausgestrahlt werden. Für zwei weitere bereits geplante Folgen ist der Drehstart im Herbst vorgesehen. Wie die Serie danach inhaltlich und personell weitergeführt wird, befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.

Alexander Held war am 12. Mai im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Seit 2014 gehörte er zum festen Ensemble von „München Mord“. Darüber hinaus war er auch in einer weiteren erfolgreichen ZDF-Krimireihe präsent: In „Stralsund“ spielte er seit 2010 den Kriminalhauptkommissar Karl Hidde.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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